Heinz Spoerlis Peer Gynt, Musik von Grieg
Zürcher Ballett
Besetzung
Heinz Spoerli — Choreograf
Yen Han — Tänzer (Solveig)
Marijn Rademaker — Tänzer (Peer Gynt)
Philipp Schepmann — Schauspieler (Peer Gynt)
Ana Carolina Quaresma — Tänzer (Åse)
Juliette Brunner — Tänzer (Ingrid)
Julie Gardette — Tänzer (Anitra)
Christiane Kohl — Sopran (Solveig)
Programmhinweise
Als einer der größten europäischen Choreografen unserer Zeit gilt Heinz Spoerli als Schöpfer eines Peer Gynt, der das Lyrische mit dem Grotesken verbindet, das fantastische Universum der Zwerge mit der Realität der modernen Welt sowie Philosophie mit Folklore. Schelmische Momente verleihen dem tragischen Thema der Legende eine leichte Note. Für diese Produktion haben die zeitgenössischen Komponisten Brett Dean und Mark-Anthony Turnage Griegs Partitur nach Anweisung des Choreografen adaptiert. Der talentierte junge Dirigent Eivind Gullberg Jensen arbeitet mit der Sopranistin Christiane Kohl und der Tänzerin Yen Han (die zusammen Solveig verkörpern) sowie mit dem Tänzer Marijn Rademaker und dem Schauspieler Philipp Schepmann (die Peer Gynt selbst zum Leben erwecken) zusammen.
Peer Gynt ist ein poetisches und philosophisches Drama, das vom norwegischen Autor und Dramatiker Henrik Ibsen in ein Theaterstück verwandelt wurde, mit Musik des Komponisten Edvard Grieg. Die beiden berühmten Peer Gynt-Orchestersuiten vereinen Auszüge, die Ibsen bei Grieg als Bühnenmusik für das Originalstück in Auftrag gegeben hatte, darunter die beliebte Ouvertüre sowie das Thema aus dem Song of Solveig. Die Hauptfigur Peer Gynt ist ein unberechenbarer und lüsterner Abenteurer, aber auch ein Mann in seinen Zwanzigern auf der Suche nach sich selbst. Er versucht, der Realität zu entfliehen, um ein reines, idealisiertes Leben zu führen, das nur von Ehrgeiz und Eitelkeit geleitet wird. Peer Gynt reist ins Land der Trolle, nach Afrika, und wandelt sich vom reichen Sklavenhändler zum armen Elenden. Zurück in seiner norwegischen Heimat trifft er wieder auf die treue Solveig, die ihn in seinen letzten Momenten tröstet: „Deine Reise ist zu Ende, Peer, du hast endlich den Sinn des Lebens verstanden, wahres Glück liegt zu Hause und nicht in der eitlen Verfolgung deiner verrückten Träume in der weiten Welt“, flüstert sie zärtlich.
Foto: © Peter Schnetz
