Programm

Léo Delibes/Patrice Bart, Coppélia

Act I

Act II

Epilogue

Coppélia von Patrice Bart, Musik von Léo Delibes

Dorothée Gilbert (Swanilda), José Martinez (Coppélius) und Mathias Heymann (Frantz)

Abonnenten

Besetzung

Patrice Bart  — Choreograf, Bühnenregisseur

Ezio Toffolutti  — Kulissen und Kostüme

Yves Bernard  — Beleuchtung

Dorothée Gilbert  — Swanilda

Mathias Heymann  — Frantz

José Carlos Martínez  — Coppélius

Fabrice Bourgeois  — Spalanzani

Ballettensemble der Pariser Nationaloper

Programmhinweise

Uraufgeführt 1870 in Paris und inspiriert von den fantastischen Schriften E.T.A. Hoffmanns, erzählt Coppélia die Geschichte eines jungen Mannes, der sich in eine exquisite Automatenfigur verliebt. Schließlich bringt ihn seine Verlobte wieder zur Vernunft. In seiner Inszenierung im prächtigen Palais Garnier zeigt Choreograf Patrice Bart seine Interpretation des Balletts.

Das Ballett Coppélia wurde ursprünglich von Arthur Saint-Léon zur Musik von Léo Delibes choreografiert. Das Libretto, geschrieben von Charles-Louis-Étienne Nuitter, basierte auf E.T.A. Hoffmanns Kurzgeschichte Der Sandmann. Das Ballett wurde am 25. Mai 1870 mit der jungen italienischen Ballerina Giuseppina Bozzacchi in der Hauptrolle und dem Pariser Opernballett uraufgeführt.

Handlung

Frantz beobachtet ständig die neugierige und schöne Zeichnung von Coppélia, die ihm Spalanzani gegeben hat. Er weiß nicht, dass Coppélia ein Automat ist, erfunden von Doktor Coppélius. Ohne ihre wahre Natur zu kennen, verliebt sich Frantz in sie und verlässt seine Verlobte Swanilda. Swanilda, die eifersüchtig und von Coppélius fasziniert ist, betritt die Werkstatt des Doktors, um die geheimnisvolle Coppélia zu sehen. Zu ihrer Überraschung entdeckt sie Coppélias wahre Natur: Coppélia ist nichts anderes als einer der vielen Automaten des Doktors. Doch der Doktor scheint auch wahnsinnig in sie verliebt zu sein. Als der Doktor die Werkstatt betritt, amüsiert sie ihn, indem sie die Puppen imitiert. Coppélius beginnt zu trinken und Opium zu rauchen. Als ob durch Zauberei, erwacht Coppélia zum Leben und beginnt zu tanzen. Tatsächlich hat Swanilda Coppélias Platz eingenommen, was den Eindruck erweckt, die Puppe sei lebendig. Das Sehen von Coppélia lässt Coppélius seltsam handeln. Swanilda bekommt Angst und versucht zu fliehen, doch Coppélius will die Seele der jungen Frau einfangen, um Coppélia mit ihr zum Leben zu erwecken. Frantz rettet sie, und sie flieht schließlich mit ihm. Ein wunderbarer Pas de deux schließt das Ballett ab.

Inszenierung

Viele Choreografen haben ihre eigene Version der Originalchoreografie von Arthur Saint-Léon geschaffen: Marius Petipa 1884, George Balanchine 1974, Roland Petit 1975 und Patrice Bart Ende der 1990er Jahre. In letzterem Ballett bringt Bart Intensität in das Originalwerk. Er hat einen völlig neuen Coppélius geschaffen. Der Doktor ist nicht mehr ein alter verrückter Wissenschaftler. Sinnlich sich entwickelnd und Opium konsumierend, ist er nun ein charmanter Charakter. Diese Figur wurde speziell für den faszinierenden José Martinez geschaffen. Die schöne Dorothée Gilbert, in der Rolle der Swanilda, entfaltet Verführungskünste, während ihr Charakter versucht, die Liebe ihres Verlobten zurückzugewinnen. An ihrer Seite tanzt Mathias Heymann, der den jungen Frantz interpretiert. Die Kostüme erinnern an die Gemälde Degas’, den Bart liebt. Übrigens hat Bart Degas ein Ballett gewidmet: Degas’ kleine Tänzerin (dieses Ballett ist ebenfalls auf medici.tv verfügbar). Die Bühnenbilder sind schön und dunkel, sie heben sowohl Swanildas Leichtigkeit als auch Delibes’ glorreiche Partitur hervor.

Foto: © Sebastien Mathé.

Ein genauerer Blick: vorgestellte Komponisten

medici.tv

Die weltweit führende Plattform für klassische Musik: Erleben Sie atemberaubende Live-Übertragungen aus den renommiertesten Konzertsälen der Welt sowie Tausende Konzerte, Opern, Ballette und vieles mehr in unserer Mediathek!

Unsere Programme

Mehr erfahren

Nützliche Links

Folgen Sie uns

© MUSEEC SAS 2026. Mit Unterstützung von Creative Europe – MEDIA Programm der Europäischen Union und dem CNC.

Europe mediaCNC