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Sopran

Julia Varady

1. September 1941 - Großwardein, Ungarn

Über

Obwohl die illustre Karriere ihres Ehemanns, Dietrich Fischer-Dieskau, sie eine Zeit lang überschattete, führte Julia Varady, geboren 1941 in Rumänien, eine der größten Gesangskarrieren ihrer Zeit. Neben ihrem Studium bei Arta Florescu am Konservatorium in Bukarest gab Julia Varady 1962 ihr Debüt an der Oper in Klausenburg. Obwohl die Weite ihrer Tessitur es ihr ermöglichte, sofort die Rollen der lyrischen und dramatischen Sopran-, Mezzosopran- und Altstimme zu übernehmen, war ihre Karriere geografisch durch die Diktatur Ceausescus eingeschränkt.

Jedoch wurde sie 1968 von Christoph von Dohnányi an die Oper Frankfurt engagiert und ließ sich dann an der Münchner Oper nieder, wo sie ein beträchtliches Repertoire von Rollen sang, von Vitellia (Die Gnade des Titus) bis Lady Macbeth (Macbeth), von Santuzza (Cavalleria Rusticana) bis Violetta (Die Traviata) und bestimmten Wagner-Rollen wie Senta (Der fliegende Holländer). Ihre Karriere erstreckte sich dann auf die renommiertesten Bühnen in Berlin, London, Mailand und New York.

Julia Varady entschied sich 1998, die Bühne zu verlassen, um sich fortan der Kunst des Liedes zu widmen und weiterhin die treue Interpretation des Textes durch die Musik zu verfolgen. Ein großer Teil ihrer Zeit ist auch dem Unterrichten gewidmet, und Julia Varady hat sich öffentlichen Meisterkursen in Berlin, Karlsruhe und Stuttgart verschrieben. Weit entfernt vom Trubel der Medien vertieft Julia Varady jede ihrer Rollen zur Perfektion, mit dem zentralen Anspruch, die Originalität und Ganzheitlichkeit der Partitur wiederherzustellen.

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