
Alondra de la Parra
31. Oktober 1980 - New York
© Marco Marcovich
Über
Eine begabte und charismatische Kommunikatorin, Dirigentin Alondra de la Parra zieht seit mehreren Jahrzehnten auf der internationalen Bühne Aufmerksamkeit und Begeisterung auf sich. Ihre überzeugende musikalische Einsicht und Leidenschaft haben sie zu einer begehrten Künstlerin auf der ganzen Welt gemacht.
Sie hat die weltweit renommiertesten Orchester dirigiert, darunter das Orchestre de Paris, das London Philharmonic Orchestra, das Tonhalle-Orchester Zürich, das WDR Sinfonieorchester, das Verbier Festival Orchestra, das BBC Philharmonic, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia.
Im April 2022 wurde sie zur Principal Guest Conductor des Orchestra Sinfonica di Milano ernannt, eine Position, die ein neues Kapitel für die Künstlerin markiert. In dieser neuen Funktion wird sie das Orchestra Sinfonica di Milano in den nächsten zwei Jahren zweimal pro Saison leiten.
Im Sommer 2022 kuratierte Alondra de la Parra die erste Ausgabe ihres neu gegründeten Festivals PAAX GNP. In Mexiko begrüßte die Dirigentin berühmte Musiker aus aller Welt, wie Julian Prégardien, Guy Braunstein, Nemanja Radulovic, Pacho Flores und Aleksey Igudesman, mit denen sie die Bühne in zahlreichen Konzerten teilte. Sowohl von der Presse als auch vom Publikum gleichermaßen gefeiert, hat Mexikos offizielle Kulturbotschafterin erneut neue Maßstäbe in ihrem Heimatland gesetzt.
Ein Schwerpunkt des Festivals war ihr Projekt „The Silence of Sound“. Die multidisziplinäre Aufführung, die ein philharmonisches Orchester, eine Clown-Schauspielerin und eine aufwendige Videoinstallation umfasst, spricht Zuschauer jeden Alters an. Zusammen mit ihrem Team hat Alondra de la Parra ein Bühnenwerk geschaffen, das weder in die Kategorie Oper, Symphoniekonzert noch Musical einzuordnen ist, sondern eine neue Form des Musikerlebnisses darstellt. Das Projekt wird in der Saison 2022-2023 erstmals auf Tournee in Mexiko und Spanien präsentiert.
In der letzten Saison dirigierte Alondra de la Parra die vielbeachtete Uraufführung von Joby Talbots Ballett „Like Water for Chocolate“ für das Royal Ballet im Royal Opera House London (Choreografie: Christopher Wheeldon). Diese Produktion wird sie nun zusammen mit dem American Ballet Theater nach Kalifornien und an die Metropolitan Opera bringen.
Ein weiteres Highlight der Saison 2022-2023 ist ihr Brahms-Zyklus mit dem Münchner Symphonieorchester. Alondra de la Parra präsentiert alle Brahms-Symphonien eingebettet in ein spannendes Konzertprogramm an vier Abenden.
Alondra de la Parra wird für eine Konzertperiode im Rahmen des Napa Valley Festivals in die USA zurückkehren.
Engagements mit dem Orchestra Sinfonica di Milano, der Orquesta Nacional de España, dem Schwedischen Radioorchester, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Dänischen National-Sinfonieorchester, dem São Paulo Symphony Orchestra, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai Torino und der Orquesta Sinfónica de Galicia runden ihre Saison ab.
2017 wurde Alondra de la Parra die erste Musikdirektorin eines australischen Orchesters, als sie die Position beim Queensland Symphony Orchestra übernahm, die sie bis 2019 innehatte.
Als Pionierin im Bereich digitaler Formate tritt Alondra de la Parra regelmäßig im Musikformat „Musica Maestra“ auf. Seit Juli 2017 sendet der deutsche Sender Deutsche Welle eine eigens erstellte Reihe von Webvideos und Fernsehprogrammen, in denen die Dirigentin als Protagonistin und Reporterin auftritt. In den vergangenen drei Spielzeiten interviewte sie Gäste wie John Malkovich, Jan Lisiecki, Gautier Capuçon, Zenaida Yanowsky und drehte in den wichtigsten internationalen Kulturstätten.
Highlights früherer Spielzeiten umfassen Carlos Padrissas hochgelobte Inszenierung von Mozarts Thamos, König in Ägypten mit der Camerata Salzburg und dem Theaterkollektiv La Fura dels Baus bei der Salzburger Mozartwoche 2019 (wiederholt beim Festival de Pâques in Aix-en-Provence), Konzerte mit dem Orchestre de Paris (live übertragen auf ARTE), dem Tonhalle-Orchester Zürich, den Bamberger Symphonikern, dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Verbier Festival Orchestra, dem BBC Philharmonic, dem BBC National Orchestra of Wales und einer Live-Orchesteraufführung des Films West Side Story vor ausverkauftem Haus mit 10.000 Zuschauern im Auditorio Nacional in Mexiko.
Während ihres Studiums in Klavier und Dirigieren an der Manhattan School of Music gründete Alondra 2004 im Alter von 23 Jahren das Philharmonic Orchestra of the Americas (POA). Ihr Ziel war es, ein Orchester zu schaffen, das jungen Künstlern und Komponisten aus Amerika eine Plattform bietet und Musik aus Amerika ins Standardrepertoire der Orchester einbindet. Ihre erste Aufnahme, Mi Alma Mexicana (Meine mexikanische Seele), wurde von Sony Classical zum 200-jährigen Jubiläum Mexikos veröffentlicht. Sie erreichte die Top 10 der US Billboard Classical Charts und war die erste klassische Aufnahme in Mexiko, die innerhalb von nur zwei Monaten Platin-Verkäufe erzielte.