
Gautier Capuçon
3. September 1981 - Chambéry, Frankreich
Martin Argyroglo
Über
„Es ist ein seltener Künstler, der dieser Musik solche Leichtigkeit und Raffinesse verleihen kann und dabei dennoch jedem gespielten Stück eine dramatische Dringlichkeit verleiht.“ (San Francisco Chronicle)
Gautier Capuçon ist ein wahrer Botschafter des 21. Jahrhunderts für das Cello. In jeder Saison tritt er mit vielen der weltweit führenden Dirigenten und Instrumentalisten auf und ist zudem Gründer und Leiter der „Classe d’Excellence de Violoncelle“ an der Fondation Louis Vuitton in Paris – ansässig im atemberaubenden neuen Auditorium, entworfen von Frank Gehry. International wird er für seine tief expressive Musikalität und seine überschäumende Virtuosität ebenso gefeiert wie für die herrliche Klangfarbe seines 1701 von Matteo Goffriller gefertigten Cellos.
In der Saison 2016/17 kehrt er zu Orchestern wie dem London Symphony und Philharmonia Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Russian National Orchestra, der Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, der Los Angeles Philharmonic und der San Francisco Symphony zurück – und wird für Konzerte in Japan, China und Korea erneut eingeladen. In den vergangenen Spielzeiten trat er außerdem mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Chamber Orchestra of Europe, der New York Philharmonic, dem NHK Symphony, dem Sydney Symphony und den Mariinsky Orchestern sowie mit allen großen Orchestern in Frankreich auf.
Gautier Capuçon arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Charles Dutoit, Semyon Bychkov, Valery Gergiev, Gustavo Dudamel, Lionel Bringuier, Andris Nelsons, Christoph Eschenbach, Andrés Orozco-Estrada und Yannick Nézet-Séguin zusammen; zudem kooperiert er mit zeitgenössischen Komponisten, darunter unter anderem Lera Auerbach, Karol Beffa, Esteban Benzecry, Nicola Campogrande, Qigang Chen, Jerome Ducros, Henry Dutilleux, Thierry Escaich, Philippe Manoury, Bruno Mantovani, Krzysztof Penderecki und Wolfgang Rihm.
Als regelmäßiger Rezital- und Kammermusiker tritt Capuçon jährlich in den großen Konzertsälen und Festivals weltweit auf, gemeinsam mit Künstlern wie Nicholas Angelich, Martha Argerich, Daniel Barenboim, Lisa Batiashvili, Frank Braley, Renaud Capuçon, Jérôme Ducros, Leonidas Kavakos, Katia und Marielle Labèque, Menahem Pressler, Jean-Yves Thibaudet sowie den Artemis- und Ebène-Quartetten. Zu den kommenden Höhepunkten zählt eine umfangreiche europäische Rezitaltournee mit Beethoven-Sonaten zusammen mit Frank Braley, die die internationale Veröffentlichung eines Albums mit demselben Repertoire begleitet.
Capuçon nimmt exklusiv für Erato (Warner Classics) auf und wurde mehrfach mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählen die Cellokonzerte von Schostakowitsch mit dem Mariinsky Orchestra und Valery Gergiev sowie Schuberts Streichquintett mit dem Quatuor Ebène. Zuvor erhielt er viel Lob für eine Rezital-CD mit Werken von Schubert, Schumann, Debussy, Britten und Carter zusammen mit Frank Braley sowie für Saint-Saëns’ Erstes Cellokonzert und Muse et le poète mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und Lionel Bringuier. Er hat außerdem Kammermusik mit Martha Argerich, Nicholas Angelich, Renaud Capuçon und Gabriela Montero aufgenommen; 2013 veröffentlichte Deutsche Grammophon eine DVD mit Capuçon als Solist zusammen mit den Berliner Philharmonikern und Gustavo Dudamel in einer Live-Aufführung von Haydns erstem Cellokonzert.
Geboren 1981 in Chambéry, begann Capuçon im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel. Er studierte am Conservatoire National Supérieur in Paris bei Philippe Muller und Annie Cochet-Zakine sowie später bei Heinrich Schiff in Wien. Als Gewinner zahlreicher erster Preise bei führenden internationalen Wettbewerben, darunter der Internationale André Navarra Preis, wurde Capuçon 2001 von den Victoires de la Musique als „New Talent of the Year“ ausgezeichnet.