Verdis Aida
José Antonio Gutiérrez (Regisseur), Miguel Ángel Gómez Martínez (Musikdirektor) – Daniela Dessì (Aïda), Fabio Armiliato (Radamès) – Gran Teatre del Liceu
Besetzung
José Antonio Gutiérrez — Bühnenregisseur
Elisa Crehuet — Assistent Regie
Josep Mestres Cabanes — Bühnenbildner
Franca Squarciapino — Kostümbildner
Ramon Oller — Choreograf
Albert Faura
Stefano Palatchi — Der König
Elisabetta Fiorillo — Amneris
Programmhinweise
Ein Meisterwerk von Verdi: Aida, in den berühmten Bühnenbildern, die 1945 für das Opernhaus Barcelona geschaffen wurden!
Gefilmt im Gran Teatre del Liceu, Barcelona, führen Daniela Dessì, Elisabetta Fiorillo, Fabio Armiliato, Juan Pons und Roberto Scandiuzzi die Besetzung in der renommierten Inszenierung aus der Zeit, die 2003 vor den historischen Papier-Trompe-l'œil-Bühnenbildern gedreht wurde, die zwischen 1936 und 1945 von Josep Mestres Cabanes, dem letzten Vertreter der alten katalanischen Schule der Szenografie, gemalt wurden. Mestres Cabanes arbeitete acht Jahre an seiner Aida-Vision. Die opulente Inszenierung, die er 1945 schuf, ist hier bis ins Detail erhalten. Die sieben prächtigen Bühnenbilder, die er 1945 für Aida malte, wurden von Jordi Castells und seinem Team behutsam und sorgfältig restauriert – sie zeigen die Paläste, Tempel und Umgebungen von Memphis und Theben, die der Bühnenbildner in seiner historischen, aber auch fantasievollen Vision hervorrufen wollte.
Diese faszinierenden Bühnenbilder sind nicht nur realistisch – sondern auch im theatralischen Sinne magisch. Mestres Cabanes liebte das Theater, das er über ein Vierteljahrhundert lang erforscht hatte. Seine Bühnenbilder sind dramatisch und eindringlich, für die Bühnenhandlung konzipiert und vermitteln die dynamischen Spannungen, die jedem Teil des Werks eigen sind – intim, episch, streng, sinnlich, bewegt und tragisch.
Aida spielt im alten Ägypten zur Zeit der großen Pharaonen. Die Ägypter befinden sich im Krieg mit den Äthiopiern, die drohen, sie zu überfallen. Die ägyptische Armee siegt, und Amonasro, der König von Äthiopien, wird gefangen genommen. Vor diesem Hintergrund verlieben sich Radames, der ägyptische Kommandant, und Aida, eine äthiopische Sklavin, die zugleich Amonasros Tochter ist, ineinander. Wie es im romantischen Drama üblich ist, triumphiert ihre Liebe über den Hass zwischen ihren Völkern und ihren unterschiedlichen sozialen Stellungen.
Der Auftrag für Aida kam vom Khedive von Ägypten, Ismail Pascha, einem der herausragendsten Führer in der modernen Geschichte dieses Landes. Die Uraufführung fand im Opernhaus von Kairo statt, das zwei Jahre zuvor eröffnet worden war. So verfolgt Aida ein typisch 19. Jahrhundertliches Ziel: die Schaffung einer spektakulären Aufführung, ähnlich der französischen Grand Opéra, in der Szenen von Pracht und Glanz mit großem Orchester und Chor die Herrlichkeit des Alten Ägypten nachbilden. Doch Aida ist weit mehr als das, denn es ist auch eine lyrische, intimistische Oper.
