Michel van der Aa's Upload
Michael van der Aa (Regisseur), Otto Tausk (Dirigent) — Mit Roderick Williams (Vater), Julia Bullock (Tochter), Katja Herbers (Psychiaterin) ...
Besetzung
Michel van der Aa — Bühnenregisseur, Drehbuchautor
Theun Mosk — Beleuchtung, Szenografie
Elske van Buuren — Kostümbildner
Madelon Kooijman — Dramaturgie
Darien Brito — Bewegungserfassung, Echtzeitgrafik
Joost Rietdijk — Kameramann / Chefkameramann
Julius Horsthuis — VFX-Supervisor, Fraktalkünstler
Roderick Williams — Vater
Programmhinweise
Was wäre, wenn unsere Gedanken ewig leben könnten—wenn Fortschritte in der künstlichen Intelligenz und Neurowissenschaften uns eine Möglichkeit böten, unsere Erinnerungen und Erfahrungen in ein nachhaltiges digitales Bewusstsein zu übertragen? Vor dem Hintergrund gegenwärtiger und naher Zukunftstechnologien erforscht Michel van der Aas provokative neue Oper Upload zeitlose philosophische Fragen: Was sind die Grenzen des menschlichen Gedächtnisses, und was passiert, wenn wir nicht mehr vergessen können? Wo liegen unsere Identitäten wirklich—in unseren Gedanken, unseren Körpern, unseren Beziehungen? Und wie sehr bestimmen die rohen Daten unseres Lebens unser Schicksal?
Der gefeierte britische Bariton Roderick Williams und die amerikanische Sopranistin Julia Bullock, einer der aufregendsten und am schnellsten aufsteigenden Stars der Opernbühne, spielen die Rollen eines Vaters und einer Tochter, die unweigerlich mit solchen Fragen konfrontiert werden, als sein Bewusstsein nach einem traumatischen Ereignis „hochgeladen“ wird. Van der Aa, der Musik und Libretto der Oper schrieb, inszeniert auch diese stilistisch einfallsreiche Version für die Leinwand, wobei die herausragenden Darbietungen des Opernduos durch eine Besetzung überzeugender Filmschauspieler ergänzt werden. Motion-Capture-Grafiken von Darien Brio und eindrucksvolle visuelle Effekte des Fraktalkünstlers Julius Horsthuis tragen zur unheimlichen Immersion dieser einzigartigen Produktion eines der kühnsten Schöpfer der Oper bei.
Foto © Marco Borggreve