Rimsky-Korsakows Die Zarenbraut
Dmitri Tcherniakov (Regie), Daniel Barenboim (Musikalische Leitung) — Mit Anatoli Kotscherga (Sobakin), Olga Peretyatko (Marfa), Johannes Martin Kränzle (Gryasnoi)...
Besetzung
Dmitri Tcherniakov — Bühnenregisseur, Bühnenbilder
Elena Zaitseva — Kostüme
Gleb Filshtinsky — Beleuchtung
Detlef Giese — Dramaturgie
Anatoli Kotscherga — Sobakin
Olga Peretyatko — Marfa
Johannes Martin Kränzle — Gryasnoi
Tobias Schabel — Malyuta-Skuratov
Programmhinweise
(Wieder)entdecken Sie Rimsky-Korsakows Die Zarenbraut, ein russisches Opernmeisterwerk, das lange von den westlichen Bühnen verschwunden war und in dieser beeindruckenden Produktion von 2013 mit der Staatskapelle Dresden, dem Dirigentenlegende Daniel Barenboim und dem Regisseur Dmitri Tcherniakov zum Leben erweckt wurde!
Inspiriert von tragischen Ereignissen während der Herrschaft Iwan des Schrecklichen im 16. Jahrhundert erzählt Ilia Tyumenevs packendes Libretto die Geschichte von Marfa Sobakina, der Tochter eines reichen sibirischen Kaufmanns, die einen Wettbewerb gewinnt, um die dritte Ehefrau des Zaren Iwan IV. (in der Geschichte bekannt als „der Schreckliche“!) zu werden. Nachdem sie sich gegen Hunderte anderer junger Frauen durchgesetzt hatte, um die Braut des Zaren zu werden, wurde Marfa von einer seltsamen Krankheit heimgesucht und starb nur wenige Tage nach der Hochzeit. Dmitri Tcherniakovs Inszenierung verlegt die erschütternde Geschichte in eine dystopische moderne Welt, in der die Medien in einer Diktatur herrschen und die Bevölkerung durch Hightech-Propaganda manipulieren. In diesem dunklen Universum ist der Zar eine Big-Brother-ähnliche Erfindung der Medien, und der Wettbewerb eine unmenschliche Reality-Show, die geschaffen wurde, um die Massen zu unterhalten… Eine wahrhaft brillante Produktion, die seit ihrer Premiere für Aufsehen sorgt!
Foto © Monika Rittershaus
