Programm

Kurt Weill, Street Scene

I: Ain't It Awful, the Heat?

I: I Got a Marble and a Star

I: Get a Load of That

I: When a Woman Has a Baby

I: She Shouldn't Be Staying Out Nights

I: Somehow I Never Could Believe

I: Whatcha Think of That?

I: Ice Cream Sextet

I: Let Things Be Like They Always Was

I: Wrapped in a Ribbon and Tied in a Bow

I: Lonely House

I: Wouldn't You Like to Be on Broadway?

I: What Good Would the Moon Be?

I: Moon-Faced, Starry-Eyed

I: Remember That I Care

I: I Got a Marble and a Star (Reprise)

II: Catch Me If You Can

II: There'll Be Trouble

II: A Boy Like You

II: We'll Go Away Together

II: The Woman Who Lived Up There

II: Lullaby

II: I Loved Her, Too

II: Don't Forget the Lilac Bush

II: Ain't It Awful, the Heat? (Reprise)

Kurt Weills Straßenszene

John Fulljames (Regisseur), Tim Murray (Dirigent) — Mit Geoffrey Dolton, Jeni Bern, Scott Wilde...

Abonnenten

Besetzung

John Fulljames  — Bühnenregisseur

Dicker Vogel  — Szenenbild und Kostümdesign

James Farncombe  — Beleuchtung

Poti Martin  — Sound Designer

Paulo Szot  — Frank Maurrant

Patricia Racette  — Anna Maurrant

Mary Bevan  — Rose Maurrant

Geoffrey Dolton  — Abraham Kaplan

Programmhinweise

Ein Mietshaus auf der Ostseite Manhattans ist unser Fenster zu einer Vielzahl prekärer Leben, die an ihre Grenzen gedrängt sind. Romantik, Streitigkeiten, Klatsch, Verrat und ständige Spannungen prägen den Alltag dieser Nachbarschaft in der sozialbewussten Street Scene, der ersten Oper, die Kurt Weill in den Vereinigten Staaten nach seiner Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung komponierte. Die Brillanz der Musik ergänzt ein spritziges Libretto von Elmer Rice—eine Adaption seines mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten gleichnamigen Stücks—sowie die Liedtexte des legendären Dichters der Harlem Renaissance Langston Hughes.

Weill strebte danach, eine „amerikanische Oper“ zu schreiben, die auf Broadway-Musicals, Blues und Jazz basiert, dabei aber stets die europäische Operntradition—Rezitative, Arien, Ensembles—im Blick behält, in die er vor seiner Überquerung des Atlantiks eingetaucht war. Das Endprodukt liegt irgendwo zwischen Weills Dreigroschenoper (eine Zusammenarbeit mit Brecht und Ursprung des berühmten „Mack the Knife“) und Bernsteins West Side Story: eine meisterhafte Darstellung des Alltagslebens in einer Großstadt, brutal realistisch, aber mit einer feinen poetischen Sensibilität.

Unter der präzisen Leitung von Tim Murray bringt diese neue Inszenierung von John Fulljames, mit einem erstklassigen Vokalensemble, die Vitalität und Energie der New Yorker Straßen, die Weills brillanten theatralischen Geist inspirierten, lebendig zum Ausdruck.

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