Verdis Simon Boccanegra
Andreas Homoki (Regisseur), Fabio Luisi (Dirigent) — Mit Christian Gerhaher (Simon Boccanegra), Jennifer Rowley (Amelia Grimaldi), Christof Fischesser (Jacopo Fiesco)...
Besetzung
Andreas Homoki — Bühnenregisseur
Christian Schmidt — Kostümbildner(in), Bühnenbildgestaltung
Florian Schaaf — Assistent Bühnenbildner
Sebastian Helmiger — Assistent/in Kostümdesigner/in
Franck Evin — Beleuchtung
Fabio Dietsche — Dramaturgie
Christian Gerhaher — Simon Boccanegra
Jennifer Rowley — Amelia Grimaldi
Programmhinweise
Genua, 14. Jahrhundert: Der Freibeuter und Plebejer Simon Boccanegra wird von einer aufgebrachten Menge, die von seinen Unterstützern Pietro und Paolo Albiani in Raserei versetzt wird, an die Macht getragen. Er hofft, dass er durch die Annahme des Titels des Dogen seinen Gegner, den Aristokraten Jacopo Fiesco, dazu bewegen kann, ihm die Hand von Fiescos Tochter Maria zu geben. Fiesco stimmt zu, verschweigt Boccanegra jedoch geflissentlich, dass Maria gerade gestorben ist, unter der Bedingung, dass Simon ihm die Enkelin überlässt, die Simon und Maria heimlich geboren haben – doch sie ist verschwunden…
Eine intensiv politische Oper, Simon Boccanegra bietet einen Einblick in die inneren Kämpfe, die die verschiedenen Königreiche Italiens während des gesamten Lebens des Komponisten erschütterten – besonders in ihrer Fassung von 1881, die hier mit Reichtum und Tiefe im Opernhaus Zürich präsentiert wird, unter der Leitung eines erstaunlichen Christian Gerhaher in der Titelrolle. Die Tragödie erhält eine zusätzliche, persönliche Dimension in der Biografie von Verdi, der – durch die Figur des Simon Boccanegra, für die er eine besondere Zuneigung empfand – den frühen Verlust seiner Frau und Kinder noch einmal durchlebte…
