Puccinis Madama Butterfly
Moshe Leiser und Patrice Caurier (Regisseure), Antonio Pappano (Dirigent) – Mit Ermonela Jaho (Cio-Cio-San), Marcelo Puente (Pinkerton), Scott Hendricks (Sharpless)
Besetzung
Moshe Leiser — Bühnenregisseur
Patrice Caurier — Bühnenregisseur
Christian Fenouillat — Bühnenbildgestaltung
Agostino Cavalca — Kostümbildner(in)
Christophe Forey — Beleuchtungsdesigner
Ermonela Jaho — Cio-Cio-San
Marcelo Puente — B.F. Pinkerton
Scott Hendricks — Sharpless
Programmhinweise
Eines der beliebtesten Opern aller Zeiten, Madama Butterfly, entstand in einer Zeit, als Europa in engeren Kontakt mit fernen Ländern kam. Zuvor abgeschlossene Kulturen wie Japan faszinierten die Westler auf eine Weise, wie der Nahe Osten ihre Vorfahren fasziniert hatte: die Faszination, die in Madama Butterfly dargestellt wird, ist ein direkter Nachfahre der türkischen Märsche des 17. Jahrhunderts, Gilbert und Sullivans Mikado, Pierre Lotis Madame Chrysanthème (das Puccini stark inspirierte) und Mascagnis Iris. Dieses Universum an der Schnittstelle von Ost und West wird gut durch die minimalistische Inszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier eingefangen, die an traditionelle japanische Behausungen und Wasserwege erinnert.
Wie bei La Fanciulla, Gianni Schicchi und insbesondere Turandot hängt der Erfolg einer Produktion von Madama Butterfly stark von ihrer Protagonistin ab: in diesem Fall Cio-Cio-San, die junge japanische Ehefrau des charmanten amerikanischen Leutnants Pinkerton. Die albanische Sopranistin Ermonela Jaho übernimmt diese Verantwortung mit großer Professionalität und bietet eine intime und nuancierte Darstellung, die die gesamte dramatische Intensität der Oper konzentriert. Antonio Pappano, musikalischer Leiter des Royal Opera House und gefeierter Puccini-Spezialist, dirigiert das Orchester in einer Aufführung von seltener Ausdruckskraft.
