Philippe Leroux' Die Verkündigung der Maria
Célie Pauthe (Regisseurin), Guillaume Bourgogne (Dirigent) — Mit Raphaële Kennedy (Violaine Vercors), Vincent Bouchot (Pierre de Craon) und Sophia Burgos (Mara Vercors)...
Besetzung
Célie Pauthe — Bühnenregisseur
Guillaume Delaveau — Szenografie
Carlo Lorenzi — Elektronischer Regisseur
Anaïs Romand — Kostümbildner
Sébastien Michaud — Beleuchtung
Denis Loubaton — Dramaturgie
Raphaèle Fleury — Libretto
Raphaële Kennedy — Violaine Vercors
Programmhinweise
Am 18. und 19. November 2002 inszenierte der Komponist Philippe Leroux im Grand Théâtre in Angers, Frankreich, seine erste Oper basierend auf dem Theaterstück von Paul Claudel L'Annonce faite à Marie (Die Verkündigung an Maria), die anlässlich dieses Ereignisses von der Angers-Nantes Opéra in Auftrag gegeben wurde. Die dramatische Intensität dieses „Mysteriums“, das den berühmten Dramatiker fast fünf Jahrzehnte lang beschäftigte, stellt eine außergewöhnliche Transformation des Bühnenstücks in eine Oper dar, insbesondere durch Leroux’ akribische Arbeit an den Beziehungen zwischen Stimmen und Instrumenten. Die Talente der sechs Sänger und neun Instrumentalisten offenbaren hier die Tiefen von Claudels Text, wunderbar gestaltet durch Leroux’ Kompositionen und die Inszenierung von Célie Pauthe.
Für Pauthe prallen in diesem Drama, das die Figur der Jungfrau Maria neu betrachtet, „Erhebung und Grundinstinkte, Fleisch und Geist, Himmel und Erde aufeinander, während sie nach Harmonie suchen, die Lebensaufgabe und das Ziel eines Werkes“. Die Kraft dieser Interpretation wird auch durch die Stimme Claudels selbst verstärkt, die von Leroux und den Technikexperten des renommierten IRCAM synthetisiert wurde und der Idee einer „Oper der Worte“, einem vom Autor hochgeschätzten Begriff, neue Bedeutung verleiht. Die Handlung spielt auf einem Bauernhof in der Tardenois-Region Frankreichs, wo Claudel die ersten drei Jahre seines Lebens mit seinem Bruder Camille verbrachte, eine Wahl, die Darsteller und Publikum gleichermaßen noch enger in die intime Vorstellungskraft des Schöpfers des Werkes einbindet.