Janáčeks Kátja Kabanowa
André Engel (Regisseur), Irène Kudela (Musikdirektorin) — Mit Kelly Hodson (Kátia), Paul Gaugler (Boris), Elena Gabouri (Kabanicha), Jérôme Billy (Koudriac) ...
Besetzung
André Engel — Bühnenregisseur
Ruth Orthmann — Künstlerische Zusammenarbeit
Dominique Müller — Dramaturgie
Nicky Rieti — Bühnenbildgestaltung
Chantal De la Coste-Messelière — Kostümbildner
André Diot — Beleuchtung
Kelly Hodson — Kátia
Paul Gaugler — Boris
Programmhinweise
Nach seiner vielgelobten Inszenierung von Die listige kleine Füchsin an der Pariser Oper taucht André Engel erneut in das Werk von Leoš Janáček ein mit der tragischen Geschichte von Kátja Kabanowa, präsentiert in einer Kammerfassung im Théâtre des Bouffes du Nord in Paris. Die Sopranistin Kelly Hodson übernimmt die Rolle der titelgebenden Heldin, begleitet vom Bariton Jérôme Billy (Koudriac), Elena Gabouri (Kabanicha) und Paul Gaugler als Kátjas Geliebter Boris.
Kátja Kabanowa ist eine dreiteilige Oper, gesungen auf Tschechisch, mit einem Libretto von Vincenc Červinka, der seine Inspiration aus Alexander Ostrowskis Der Sturm zog. Die Geschichte spielt an den Ufern der Wolga, wo Kátja, eine sensible junge Frau, mit dem derben Tichon Kabanow verheiratet ist, dessen Mutter sie verachtet. Kátja ist heimlich in Boris verliebt und träumt davon, der Einsamkeit ihres Hauses zu entfliehen und Freiheit sowie wahre Liebe zu erfahren. Eines Nachts, als ihr Ehemann abwesend ist, trifft sie sich heimlich mit Boris, und die beiden Liebenden gestehen sich ihre Gefühle. Doch Kátja, von Schuldgefühlen gequält, gesteht alles ihrem Ehemann – und wird von Angst und Scham getrieben, ihr Leiden auf tragische und verfrühte Weise zu beenden.
Dieses Meisterwerk, das 1921 uraufgeführt wurde, ist eine brillante Kombination aus russischem Theater und romantischer sowie postromantischer tschechischer Musik und enthält alle Naturelemente, die Janáček liebte: Wind, Wasser, Stürme und eine Erforschung der Tiefe menschlicher Emotionen.
Bild: © Richard Schroeder
