Jean-Philippe Rameaus Hippolyte et Aricie
Ivan Alexandre (Regisseur), Emmanuelle Haïm (Dirigentin) – Mit Sarah Connolly (Phèdre), Anne-Catherine Gillet (Aricie), Andrea Hill (Diane)
Besetzung
Ivan Alexandre — Bühnenregisseur
Natalie Van Parys — Choreograf
Antoine Fontaine — Bühnenbildgestaltung
Jean-Daniel Vuillermoz — Kostümbildner(in)
Hervé Gary — Beleuchtung
Sarah Connolly — Phèdre
Anne-Catherine Gillet — Aricie
Andrea Hill — Diane
Programmhinweise
Die Uraufführung von Rameaus Hippolyte et Aricie im Jahr 1733 markierte das Operndebüt des Komponisten im Alter von über 50 Jahren. Strukturell folgt dieses Werk den Regeln der tragédie-lyrique, die Lully Jahre zuvor festgelegt hatte: ein Prolog, fünf Akte mit einem mythologischen Thema sowie Ballett- und Chorszene. Diese musikalische Adaption von Racines Phèdre hingegen zeigt menschliche (und göttliche!) Leidenschaften mit einer expressiven Wärme, die zur Zeit des Sonnenkönigs am Hof ungewöhnlich war.
Dieses lyrische Meisterwerk verwirrte anfangs das Pariser Publikum mit seiner kreativen musikalischen Erzählweise und reichen harmonischen Passagen, die Rameaus Talent für die Oper nach einer Karriere, die hauptsächlich dem Cembalo gewidmet war, offenbarten. In dieser prachtvollen Inszenierung der Pariser Oper unter der Regie von Ivan Alexandre dirigiert die beeindruckende Emmanuelle Haïm das Concert d'Astrée, das auf historischen Instrumenten spielt. Der Cast besteht aus erstklassigen Sängerinnen und Sängern, darunter Anne-Catherine Gillet und Topi Lehtipuu in den beiden Titelrollen sowie der großartige Stéphane Degout als Thésée.
