Brittens Gloriana
David McVicar (Regisseur), Ivor Bolton (Dirigent) — Mit Anna Caterina Antonacci (Königin Elisabeth I.), Leonardo Capalbo (Robert Devereux, Graf von Essex), Paula Murrihy (Frances, Gräfin von Essex)...
Besetzung
David McVicar — Bühnenregisseur
Robert Jones — Szenografie
Brigitte Reiffenstuel — Kostüme
Adam Silverman — Beleuchtung
Colm Seery — Choreograf
Anna Caterina Antonacci — Königin Elisabeth I.
Leonardo Capalbo — Robert Devereux, Graf von Essex
Paula Murrihy — Frances, Gräfin von Essex
Programmhinweise
Erstmals im Juni 1953 zur Krönung von Königin Elisabeth II. aufgeführt, zeichnete Benjamin Brittens Gloriana ein nuanciertes und komplexes Porträt der Namensvorgängerin der neuen Königin. In ihren wiederholten Auseinandersetzungen mit dem Earl of Essex – einem langjährigen Favoriten der Königin, der schließlich wegen Hochverrats hingerichtet wurde – wird Elisabeth I. als fehlerhaft und eitel, menschlich und sympathisch dargestellt.
Für die Öffentlichkeit im Jahr 1953, die begierig darauf war, einen robusten Nachkriegsoptimismus zu umarmen und ihre junge Monarchin zu feiern, war das tragische und moralisch komplizierte Thema von Brittens Oper ungenießbar. Ihre kühle Aufnahme hielt das Werk jahrelang von den Opernhäusern fern, doch eine jüngste kritische Neubewertung hat dem Publikum sublime neue Inszenierungen wie diese beschert, mit der hervorragenden Anna Caterina Antonacci in der Hauptrolle. „Eine der besten Künstlerinnen ihrer Generation“ (OperaWire), bringt Antonaccis elastische, emotionale Stimme großes Drama in die elisabethanische Tragödie, bewundernswert unterstützt von einem erstklassigen Ensemble, darunter Leonardo Capalbo als Essex. Der verlässlich herausragende Ivor Bolton dirigiert das Orchester des Teatro Real de Madrid in dieser „Meilenstein“-Produktion, der „Rehabilitierung eines vernachlässigten Meisterwerks“ (Bachtrack).
