Programm

George Enescu/Edmond Fleg/Wajdi Mouawad, Œdipe

Prologue

Act I

Act II

Act III

Act IV

Enescus Ödipus

Wajdi Mouawad (Regisseur), Ingo Metzmacher (Dirigent) — Mit Christopher Maltman (Ödipus), Yann Beuron (Laios), Ekaterina Gubanova (Iokaste), Clive Bayley (Tiresias) …

Abonnenten

Besetzung

Wajdi Mouawad  — Bühnenregisseur

Emmanuel Clolus  — Bühnenbildner

Emmanuelle Thomas  — Kostümbildner

Cécile Kretschmar  — Haare und Make-up

Éric Champoux  — Beleuchtung

Stéphane Pougnand  — Video

Charlotte Farcet  — Dramaturgie

Christopher Maltman  — Ödipus

Programmhinweise

Entdecken Sie ein selten aufgeführtes Juwel des Opernrepertoires, live aus der Opéra Bastille in Paris: Œdipe von George Enescu, nach einem Libretto von Edmond Fleg, inspiriert von Sophokles.

Um sein Meisterwerk zu komponieren, verband Enescu zwei griechische Tragödien von Sophokles, um die vollständige Geschichte von Ödipus zu erzählen – brillant zum Leben erweckt vom Bariton Christopher Maltman – anstatt nur die Episode zu vertonen, für die er berüchtigt geworden ist. „Wir erzählen die Geschichte eines Menschen, [...] sein ganzes Leben von Anfang bis Ende“, erklärt Regisseur Wajdi Mouawad, „Ödipus ist ein Tabu, er ist eine verkörperte Strafe“, die seinem Vater Laios (der ausgezeichnete Yann Beuron) auferlegt wird und auch den Untergang seiner Mutter, Königin Iokaste (die wunderbare Ekaterina Gubanova), verursacht. Als Sophokles’ Stück uraufgeführt wurde, wurde die Stadt Athen von einer Pest heimgesucht: „Man muss sich eine dezimierte Stadt vorstellen, in der Apollo sagt ‚ein Verbrechen wurde begangen, es muss wiedergutgemacht werden‘. Dann stellt sich heraus, dass der König, der die Untersuchung leitet, entdeckt, dass er selbst das Verbrechen ist, dass er schuldig ist.“ Diese berühmte Episode der griechischen Mythologie, die in unsere eigene kulturelle und sogar sprachliche Landschaft eingepflanzt ist, erstrahlt in Enescus Version in einem neuen und anderen Licht, subtiler durch die Bedeutung des Symbolismus. Die Geschichte von Ödipus und die Fragen, die seine Legende aufwirft, waren in der Antike ebenso relevant wie im 21. Jahrhundert.

Die prachtvollen Kostüme von Emmanuelle Thomas, die schlichte Szenografie von Emmanuel Clolus sowie das Talent der Darsteller tragen alle dazu bei, das Publikum in eine fantastische und ewige Welt zu entführen.

Foto © Elisa Haberer

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