Charpentiers David et Jonathas
Marshall Pynkoski (Regisseur), Gaétan Jarry (Dirigent) — Mit Reinoud Van Mechelen (David), Caroline Arnaud (Jonathas), David Witczak (Saül)...
Besetzung
Marshall Pynkoski — Bühnenregisseur
Jeannette Lajeunesse Zingg — Choreograf
Antoine Fontaine — Szenografie
Roland Fontaine — Szenografie
Hervé Gary — Beleuchtung
Christian Lacroix — Kostümbildner(in)
Jean-Philippe Pons — Assistent/in Kostümdesigner/in
Reinoud Van Mechelen — David
Programmhinweise
Es gibt keinen großartigeren Hintergrund als die Königliche Kapelle des Schlosses von Versailles für das spektakuläre David et Jonathas von Marc-Antoine Charpentier! Und keine bessere Besetzung als Reinoud Van Mechelen (David) und Caroline Arnaud (Jonathas), makellos in diesem erhabenen Barockdrama mit prächtigen Kostümen des großen Christian Lacroix und inszeniert vom renommierten Marshall Pynkoski.
In den Jahren, in denen Jean-Baptiste Lully als königlicher Komponist des Sonnenkönigs regierte, machte Marc-Antoine Charpentier seinen Namen in bescheideneren Institutionen wie dem Jesuitenkolleg Louis-le-Grand in Paris – dort wurde die fünfaktige Tragödie David et Jonathas am 26. Februar 1688 uraufgeführt. Inspiriert vom Buch Samuel erzählt die Handlung den Machtkampf zwischen David und König Saul sowie die tiefe Freundschaft zwischen David und Sauls Sohn Jonathas. Trotz Gerüchten, dass die Operns „offen romantischen Arien zwischen den beiden männlichen Hauptrollen“ auf die Beziehung zwischen Louis XIVs Bruder Philippe d’Orléans und seinem Geliebten, dem Chevalier de Lorraine, angespielt haben könnten, bewahrten die kraftvolle Emotion und psychologische Finesse des Werks es vor einem Skandal und verschafften ihm große Anerkennung.
Ein außergewöhnliches Vokalensemble und die fachkundige Leitung von Gaétan Jarry erwecken diese Geschichte von Freundschaft und tiefer Zuneigung sowie von militärischem Konflikt und höfischer Intrige zum Leben. Schließlich ist es der Verlust eines Freundes, der die Schrecken des Krieges und die Leere der Macht herbeiführt; wenn sich der Vorhang über David schließt, lässt er eine letzte Klage erklingen: „J’ai perdu ce que j’aime / Pour moi tout est perdu“ (Ich habe verloren, was ich liebe / Für mich ist alles verloren).
