Michel Tabachniks Benjamin, letzte Nacht

John Fulljames (Regisseur), Bernhard Kontarsky (Dirigent) – Mit Jean-Noël Briend, Sava Lolov, Michaela Kustekova...

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Besetzung

Régis Debray  — Libretto

Michael Levine  — Bühnenbilder

Christina Cunningham  — Kostüme

James Farncombe  — Beleuchtung

Maxine Braham  — Choreograf

Will Herzog  — Video

Jean-Noël Briend  — Walter Benjamin, Sänger

Sava Lolov  — Walter Benjamin, Schauspieler

Programmhinweise

Der deutsch-jüdische Essayist, Philosoph und Kritiker Walter Benjamin war einer der einflussreichsten Denker des frühen 20. Jahrhunderts, ein Licht in der Dunkelheit des drohenden Krieges und der politischen Unterdrückung. In Benjamin, dernière nuit untersuchen der Komponist Michel Tabachnik und der Librettist Régis Debray dieses Leben, das durch Verzweiflung angesichts des Nationalsozialismus grausam verkürzt wurde. Erleben Sie die Oper hier in ihrer hochgelobten Uraufführung von 2016 an der Oper Lyon.

Benjamin, dernière nuit beginnt am Ende: mit einem Tableau des Körpers von Benjamin in einem Hotelzimmer in Port-Bou nach seinem Suizid. Nach der Eröffnungsszene kehrt die Oper zurück zu einem früheren Zeitpunkt am Abend: Benjamins Ankunft im Hotel, wo er von einem bedrohlichen Wirt begrüßt wird. Als er erfährt, dass die spanischen Behörden kommen, um ihn zurück nach Frankreich und in die Hände der Nazis zu deportieren, entscheidet er sich, sein Leben zu beenden, indem er sich mit einer Überdosis Morphium-Tabletten vergiftet. Auf der Bühne begleitet von seinem Doppelgänger (dem Walter-Benjamin-Sänger) erinnert sich der Schauspieler Benjamin in einem morphiuminduzierten Traum an Begegnungen mit verschiedenen Freunden und Kollegen (darunter Arthur Koestler, Bertolt Brecht, André Gide, Hannah Arendt) aus dem vergangenen Jahr, während der Sänger Benjamin die Vergangenheit vor ihm nachspielt. Der Schauspieler Benjamin stirbt langsam, doch der Sänger überlebt bis zum Ende der Oper und lebt als Symbol für die zeitgenössische Relevanz des Philosophen weiter.

Foto © Stofleth / Opéra national de Lyon

Ein genauerer Blick: vorgestellte Komponisten

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