Mozarts Ascanio in Alba
David Hermann (Regisseur), Ádám Fischer (Dirigent) — Mit Iris Kupke (Venere), Sonia Prina (Ascanio), Marie-Belle Sandis (Silvia)...
Besetzung
David Hermann — Bühnenregisseur
Rosmarin Neri — Choreograf
Christof Hetzer — Szenenbild und Kostümdesign
Andreas Rehfeld — Beleuchtungsdesigner
Iris Kupke — Venus
Sonia Prina — Ascanio
Marie-Belle Sandis — Silvia
Charles Reid — Diese
Programmhinweise
Mozarts frühe Werke waren bereits ein Zeugnis seines ungezügelten musikalischen Talents, wobei Ascanio in Alba besonders bemerkenswert ist. Dieses Stück wurde 1771 auf Wunsch des kaiserlichen Hofes von Wien komponiert, um die Hochzeit von Erzherzog Ferdinand mit der Prinzessin von Modena zu feiern. Obwohl es als kleiner musikalischer Appetithappen für Johann Adolph Hasses opera seria Ruggerio gedacht war, war es tatsächlich der Höhepunkt. Der fünfzehnjährige Komponist gewann mit diesem kurzen pastoralen Werk das Publikum für sich, das virtuose Arien und schimmernde instrumentale Motive enthält, die später zu Markenzeichen von Mozarts Opernschaffen wurden.
Als traditionelle Serenata, Ascanio in Alba – eine Ode an die Liebe und die Tugenden der Ehe – folgt Ascanio (Sonia Prina), dem Enkel der Göttin Venus (Iris Kupke), auf seiner Suche nach wahrer Liebe. Als zukünftiger Herr der Stadt Alba und versprochen an die Nymphe Sylvia macht sich Ascanio auf den Weg in die Stadt, gespannt darauf, seine geheimnisvolle Braut zu treffen, doch Venus rät ihm unerwartet, seine Identität zu verbergen, um die Tugend seiner Verlobten zu prüfen. Ascanio kommt schließlich verkleidet in Alba an und erblickt kurz darauf Sylvia (Marie-Belle Sandis) mit dem alten Priester Aceste (Charles Reid) inmitten einer Gruppe von Hirten, angeführt vom jungen Fauno (Diana Damrau). Auf den ersten Blick verliebt sich der junge Mann unsterblich und sehnt sich danach, sich zu offenbaren, doch seine Großmutter drängt ihn, verborgen zu bleiben. Fauno bietet an, an der Hochzeit der jungen Frau teilzunehmen. Obwohl sie in den verlockenden Ascanio verliebt ist, von dem sie oft geträumt hatte, erkennt Sylvia, dass sie ihm nicht versprochen ist, und flieht verzweifelt in den Wald. Plötzlich erscheint Venus, offenbart Sylvia die Täuschung und vertraut den Liebenden die Wohlfahrt von Alba an.
Im Rahmen der Salzburger Festspiele präsentiert das Landestheater David Hermanns markante, moderne und poetische Inszenierung einer deutschen Adaption von Giuseppe Parinis berühmtem Libretto. Ein Tipp: Halten Sie die Augen offen! Einige der schönsten Rokoko-Gemälde des 18. Jahrhunderts entstehen in seiner hypnotischen Inszenierung…
Foto © Hans Jörg Michel