Glucks Orfeo ed Euridice
Harry Kupfer (Regisseur), Hartmut Haenchen (Musikdirektor) – Mit Jochen Kowalski (Orfeo) und Gillian Webster (Euridice) – Covent Garden
Besetzung
Harry Kupfer — Bühnenregisseur
Willibald Kammer — Beleuchtung
Hans Schavernoch — Bühnenbildner
Eleonore Kleiber — Kostümbildner
Jochen Kowalski — Orfeo
Gillian Webster — Euridike
Jeremy Budd — Liebe
Jean-Pierre Blanchard — Orfeo doppelt
Programmhinweise
Glucks Meisterwerk Orfeo ed Euridice, in einer herausragenden Inszenierung von Harry Kupfer, gesungen auf Italienisch.
Euridice ist tot. Ihr Ehemann Orfeo ist von Trauer überwältigt und sehnt sich nach dem Tod. Doch die Liebe greift ein und sagt Orfeo, dass er seine Frau aus der Unterwelt zurückholen kann, unter der Bedingung, dass er auf dem Weg zurück in die Welt der Lebenden nicht zurückblickt, um sie anzusehen. Orfeo nimmt die Aufgabe an. Vor dem Chor der Furien flehend, wird Orfeo schließlich in die Unterwelt eingelassen und trifft seine Frau. Doch auf ihrem Rückweg ist Euridice beunruhigt über die Gleichgültigkeit ihres Mannes: „Geliebter Ehemann, wirst du mich so verlassen? Ich bin vom Kummer verzehrt; wirst du mich nicht trösten?“ Um seine Frau zu trösten, blickt Orfeo zurück. Euridice stirbt in den Armen ihres Mannes.
Uraufgeführt 1762, ist Orfeo ed Euridice ein Wendepunkt in der Geschichte der Oper. Gluck befreit die Handlung von den Konventionen der opera seria des 18. Jahrhunderts und führt Fließfähigkeit ins Drama ein. Die starre Abwechslung von Arie und Rezitativ wird aufgegeben; Kontinuität und Einheit sind die Eckpfeiler von Glucks Reform, und die Lektion wird von der folgenden Generation von Opernkomponisten wie Berlioz und Wagner gelernt. Außerdem, gefeiert für seine melodische Erfindung, schenkte Orfeo ed Euridice dem lyrischen Repertoire eine seiner berühmtesten Arien „J'ai perdu mon Eurydice“ („Che farò senza Euridice“ in der italienischen Version) und einige der wichtigsten Stücke für Chor...
