West Coast All Stars in Stuttgart
JazzOpen Stuttgart 2001
Besetzung
Carl Fontana — Posaune
Chuck Berghofer — Kontrabass
Conte Candoli — Trompete
Joe LaBarbera — Schlagzeug
Pete Jolly — Klavier
Teddy Edwards — Saxophon
Programmhinweise
Der West Coast Jazz aus Los Angeles war ein Ableger des Cool Jazz, ein Stil, der mehr auf Arrangement und Gefühl setzte als auf kantige Kompositionen und freie Improvisation, die den Bebop kennzeichneten. Für manche wurde der West Coast Jazz als eine verwässerte Version der Musik von der Ostküste und der experimentellen, herausfordernden Idiome des Bebop angesehen. Doch dies waren wirklich herausragende Musiker, die oft genauso stark swangen und genauso viel forderten wie ihre Kollegen.
Dieses Konzert beim JazzOpen Stuttgart markierte eine Feier von 50 Jahren West Coast Jazz, gespielt von einer Gruppe früher Pioniere, darunter legendäre Solisten und Musiker wie Carl Fontana an der Posaune, Teddy Edwards am Saxophon und Conte Candoli an der Trompete. Sie werden begleitet vom Pianisten Pete Jolly (ein weiterer großer Name der Westküste) und etwas jüngeren Musikern, dem Bassisten Chuck Berghofer und dem Schlagzeuger Joe LaBarbera. Gemeinsam liefern sie makelloses Musizieren auf einem Repertoire, das auf jede ihrer Stärken eingeht, von Originalkompositionen bis hin zu Solosektionen, die den einzelnen Spielern Freiheit bieten. Sie zollen auch dem großen Miles Davis Tribut, einem Erfinder des Cool Jazz, so manche, obwohl sie dies tun, indem sie seine Hard-Bop-Stücke "Walkin'," "Oleo" und "Four" spielen, was erneut die Grenzen der Kategorisierung aufzeigt.
