Programm

Terje Rypdal/Jon Christensen/Sveinung Hovensgo, Forboden frukt

Terje Rypdal, Horizon

Terje Rypdal/Jon Christensen, Icing

John McLaughlin, Devotion

Jan Garbarek/Arild Andersen/Edward Vesala, Rim

Carla Bley, Escalator

Traditionell, Bruremarsj

Das Jan Garbarek Trio & das Terje Rypdal Trio in Paris

1973

Abonnenten

Besetzung

Terje Rypdal Trio

Terje Rypdal  — Gitarre

Jon Christensen  — Schlagzeug

Sveinung Hovensgo  — Kontrabass

Jan Garbarek Trio

Jan Garbarek  — Saxophon

Arild Andersen  — Kontrabass

Edward Vesala  — Schlagzeug

Programmhinweise

Dieses Konzert von 1973 ist ein Tor zur skandinavischen Jazzbewegung, die Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre aufkam. Diese Musiker hatten ihren eigenen Stil, der von den sozialen Revolutionen des vorangegangenen Jahrzehnts sowie von der Folk-, Rock- und Popszene beeinflusst war, die zu einem Symbol für eine aufstrebende globale Jugendstimme geworden war. Wenn diese neue Kühnheit historisch gesehen durch einen Prozess von Spannung und Entspannung, Vorstoß und Gegenwehr geboren wurde, spiegelt sich diese Essenz auch in der Musik wider.

Wir beginnen mit Terje Rypdals Trio, mit Jon Christensen am Schlagzeug und Sveinung Hovensgo am Bass. Der norwegische Bandleader ist majestätisch an der E-Gitarre und liefert einen angespannten, faszinierenden Klang, dessen Schönheit in der Atmosphäre liegt, die er schafft – teils Glückseligkeit, teils Bedrohung. Ursprünglich Rockgitarrist, wandte sich Rypdal 1968 dem Jazz zu und schloss sich zunächst Jan Garbareks Gruppe an, bevor er seinen eigenen Weg einschlug.

Als nächstes folgt Garbareks Trio, mit Arild Andersen am Bass und Edward Vesala am Schlagzeug. Der Klang des Saxophonisten, der großzügige Stille und scharfe Tonalität einsetzt, ist eines der Markenzeichen des legendären ECM-Labels, einer Institution, die von Jazzfans geschätzt wird und in derselben Zeit auch Rypdals Musik aufnahm. Als Pionier des Ambient Jazz und inspiriert von skandinavischen Volksmelodien liefert er ein Set, das man so kein zweites Mal erleben wird, und interpretiert Carla Bley, eine Künstlerin, die auf ihre Weise ebenfalls die Modernisierung der pluralistischen, improvisierten Musik einläutete, die vor all den Jahren in New Orleans begann.

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