Programm

Thelonious Monk, Monk's Dream

Frankie Dunlop, Drum Solo

Thelonious Monk, Criss Cross

Thelonious Monk, Rhythm A Ning

Thelonious Monk/Kenny Clarke, Epistrophy

Thelonious Monk Quartett Live in Brüssel (Teil I)

Sonuma Archive 1963

Abonnenten

Besetzung

Thelonious Monk  — Bandleader auf Deutsch heißt: Bandleader oder auch Bandleiter., Klavier

Charlie Rouse  — Saxophon

John Ore  — Kontrabass

Frankie Dunlop  — Schlagzeug

Serge Leroy  — Filmregisseur

Programmhinweise

Dieses wunderschöne Archivkonzert zeigt, wie Thelonious Monk ein wahrer Außenseiter war, selbst in der Jazzwelt. Während Exzentrik gelegentlich mit Genie verwechselt werden kann, bedeuteten für Monk die beiden dasselbe. Tatsächlich hatte man manchmal das Gefühl, dass seine Eigenheiten – die aufrechte Haltung, das private Tanzen auf der Bühne während der Soli seiner Bandkollegen – das waren, worüber die Leute sprachen. Im Jahr nach diesem Konzert erschien er auf dem Cover des TIME Magazins, und der Artikel konzentrierte sich mehr auf seine wahrgenommene Seltsamkeit als auf die Noten, die er spielte. 

Doch Monk kümmerte sich nur um die Musik, er hörte sie nur anders als die anderen. Ein wahrer Dekonstruktivist, brach er Codes und ordnete das Klavieruniversum durch Dissonanz, Subversion und die Suche nach kristalliner Schönheit in ungewöhnlicher, kantiger Geometrie neu, die die meisten Pianisten um jeden Preis vermeiden würden. Seine Kunst war ähnlich wie die von Picasso – ungreifbar, frei, ungelöst – und dadurch wahrhaftiger zur Realität. Zusammen mit seinem Quartett lieferte Monk 1963 Klassiker aus seinem Repertoire wie „Criss Cross“ und „Monk’s Dream“, wobei Frankie Dunlop ein langes Schlagzeugsolo bot.

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