Max Roach Quartett Live in Granada, Spanien (Teil II)

Alhambra 1960

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Besetzung

Max Roach  — Bandleader auf Deutsch heißt: Bandleader oder auch Bandleiter., Schlagzeug

Stanley Turrentine  — Tenorsaxophon

Tommy Turrentine  — Trompete

Julian Priester  — Posaune

Bobby Boswell  — Kontrabass

Programmhinweise

Max Roach ist möglicherweise der einflussreichste Schlagzeuger aller Zeiten (zusammen mit Größen wie Elvin Jones und Art Blakey). Er war ein direktes Vorbild für Tony Allen, den Mitbegründer des Afrobeat, und Ginger Baker, den berüchtigten Rock-and-Roller-zu-Afro-Jazz-Schlagzeuger, sowie für unzählige andere. Seine Geschichte begann mit dem Aufkommen des Bebop, dessen Pionier er war, und er spielte im Wesentlichen mit allen Hauptakteuren der Epoche: Charlie Parker, Miles Davis, Duke Ellington, Thelonious Monk, Dizzy Gillespie, Coleman Hawkins, Charles Mingus, Dinah Washington, Eric Dolphy, Stan Getz, Billy Eckstine ... seine Liste der Zusammenarbeit liest sich wie ein Hall-of-Fame-Verzeichnis. Hier, zu seinem dritten Besuch in der französischen Hauptstadt, wird er von einem herausragenden Quartett begleitet, zu dem die Turrentine-Brüder gehören, und vom allgegenwärtigen französischen Regisseur Jean-Christophe Averty festgehalten. 

Der zweite Teil beginnt auf die gleiche Weise wie der erste Abschnitt, wobei Roach ein spektakuläres Solo von Grund auf aufbaut, zunächst mit viel Raum im Stockspiel, bevor er in einen ekstatischen Wirbel musikalischer Virtuosität übergeht. Im weiteren Verlauf des Konzerts folgen mehrere weitere Soli, alle kristallklar und voller eingebetteter melodischer Inhalte. Stanley Turrentine ist auf dem Tenorsaxophon sicher und geschmeidig, während Tommy Turrentine auf der Trompete eine unglaubliche Klangfülle bietet. Für diese Begleitmusiker hätte es kein besseres rhythmisches Fundament geben können, mit Roach als Genie in jeder Phase und Bobby Boswell, der dringliche, gebogene Basslinien in die Melodie webt. Max Roach war der Inbegriff von Klasse und trat mit Würde und Respekt auf, während er sowohl innerhalb als auch außerhalb seiner musikalischen Aktivitäten für die Bürgerrechtsbewegung kämpfte.

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