Lalo Schifrin: Jazz trifft die Symphonie in München
Münchner Sommer Klavierfestival 1994
Besetzung
Lalo Schifrin — Bandleader auf Deutsch heißt: Bandleader oder auch Bandleiter., Klavier
Ray Brown — Kontrabass
Grady Tate — Schlagzeug
James Morrison — Trompete, Posaune, Flügelhorn
Das Münchner Rundfunkorchester — Orchester
Programmhinweise
Mit sechs Oscars und fünf Grammys ist Lalo Schifrin ein erfahrener argentinischer Pianist und Komponist, dessen Musik weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinausreicht. Im Alter von 20 Jahren entschied sich Schifrin, sich ganz auf die Musik zu konzentrieren, besuchte das Conservatoire de Paris und spielte nachts in den Clubs der Stadt, insbesondere zusammen mit seinem Landsmann, dem legendären Bandoneon-Spieler Astor Piazzolla. Seinen großen Durchbruch im Jazz hatte er noch in seinen 20ern, als er Dizzy Gillespie so beeindruckte, dass dieser ihn mit einem umfangreichen Werk für seine Big Band beauftragte. Dies führte zu einer Zusammenarbeit mit Duke Ellington, und Schifrin machte sich auf der amerikanischen Bühne einen Namen, bevor er mehrere Jahrzehnte lang die Welt der Filmmusik eroberte.
Hier spielt er ein Konzert von 1994 beim Münchner Sommer-Klavierfestival zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester und namhaften Solisten wie Ray Brown am Kontrabass, Grady Tate am Schlagzeug und James Morrison an Trompete, Flügelhorn und Posaune. Ein Meister mit einem prestigeträchtigen Backkatalog, der bereits in das Kanon der modernen Musik eingegangen ist, präsentiert Schifrin ein beeindruckendes Repertoire: Hommagen an Duke Ellington, Dizzy Gillespie, Miles Davis und Thelonious Monk stehen neben bluesigen Interpretationen von Johann Sebastian Bach, eigenen Kompositionen und einer Darbietung seines Popkultur-Meisterwerks „Mission Impossible“.