Jazzed Out, Berlin
Eine Dokumentarserie von Mathieu Mastin
Besetzung
Wolfert Brederode — Klavier
Kurt Rosenwinkel — Gitarre
Benny Lackner — Klavier
Tamir Halperin — Klavier
Michael Wollny — Klavier
Ben Kräf — Saxophon
Rainer Boehm — Klavier
Daniel Erdmann — Saxophon
Programmhinweise
"Es ist nicht einfach, über die Geschichte des Jazz und Berlins zu sprechen, weil Berlin eine so geteilte Geschichte hat" ... diese Ausgabe der Jazzed Out-Dokumentarserie, unter der Regie von Mathieu Mastin, spielt in einer der imposantesten und ikonischsten Städte Europas. Indem die lebendige, atmende Entität, die Jazzmusik ist, aus den Clubs heraus und auf die Straßen gezogen wird, sehen wir ihre natürliche Vielseitigkeit in einem neuen Raum, wie sie mit dem Himmel und dem Beton, der Geschichte und dem täglichen Trubel interagiert.
Zwischen den Auftritten sehen wir Musikjournalisten wie Wolf Kampmann, die die sich entwickelnde und widersprüchliche Rolle des in Berlin ansässigen Jazz beschreiben, von seinem Boom in den 1920er Jahren bis zu seinem Verbot während des Zweiten Weltkriegs und von der Teilung im Kalten Krieg bis zu seiner anschließenden, aufblühenden Wiederbelebung. Die Musiker selbst werden mit vielfältiger Ikonografie kontrastiert – Samuel Blaser spielt Posaune am berühmten Holocaust-Mahnmal, während Silke Eberhard Saxophon spielt, umgeben von bellenden Hunden in der Karl-Marx-Straße.
In diesem dynamischen und fesselnden Film prallen Moderne und Geschichte aufeinander und lösen sich in einer Abfolge von Aufnahmen auf, die die Beziehung der Stadt zu der Musik beschreibt, die gleichzeitig in ihr lebt und ihre Energien widerspiegelt.