Programm

J. J. Johnson, Wee Dot

Dizzy Gillespie, A Night in Tunisia

Duke Jordan, No Problem (from "Les liaisons dangereuses")

Bud Powell, Crossing The Channel

Clark Terry, Pie High

Thelonious Monk, 52nd Street Theme

Harry Babasin/Oscar Pettiford, Blues In The Closet

Barney Wilen, Miguel's Party

Jazz-Erinnerungen aus Saint Germain

Maison de la Radio 1959

Abonnenten

Besetzung

Bud Powell  — Bandleader auf Deutsch heißt: Bandleader oder auch Bandleiter., Klavier

Barney Wilen  — Tenorsaxophon

Georges Arvanitas  — Klavier

Robert Garcia  — Tenorsaxophon

Bernard Vitet  — Trompete

Luigi Trussardi  — Kontrabass

Baptiste „Mac Kac“ Reilles  — Schlagzeug

Jacques Thollot  — Schlagzeug

Programmhinweise

Bekannt als der Charlie Parker des Klaviers, war Bud Powell ein herausragender Jazzmusiker, der die Art und Weise, wie Musiker Harmonie sehen, veränderte. Sein Leben war geprägt von extremem Erfolg und zugleich von Krankheit und Unglück geplagt. Hier, im Jahr 1959, war er gerade nach Paris gezogen, nachdem er mehr als ein Jahrzehnt wegweisende Blue Note-Aufnahmen gemacht hatte, sowie Phasen von Krankenhausaufenthalten und Behandlungen (einschließlich Elektroschocktherapie) wegen psychischer Erkrankungen, wobei Schizophrenie eine Diagnose war. In Paris jedoch war er genauso beeindruckend und lebendig wie eh und je bei einem der letzten aufgezeichneten Auftritte, die er je gab. 

Die Gruppe, die er anführt, umfasst den unverwechselbaren Clark Terry an der Trompete, einen Swing- und Bebop-Musiker, der mit allen von Duke Ellington bis Count Basie spielte und Größen wie Quincy Jones und Miles Davis betreute. Terry steuert mit „Pie Hie“ eine Komposition zur Setliste bei. Das Ensemble spielt außerdem ein Thema von Powells Zeitgenossen Thelonious Monk mit „52nd Street“ sowie einen Standard eines der Mount-Rushmore-Kandidaten des Jazz, Dizzy Gillespie, mit „A Night in Tunisia“. Powells eigene Komposition „Crossing The Channel“ gibt ihm die Gelegenheit, seinen harmonielastigen, blitzschnellen Spielstil zu zeigen.

Dieser Konzertfilm, gedreht vom allgegenwärtigen Jazz-Regisseur Jean-Christophe Averty, fängt die Jazz-Ekstase wirklich ein, indem er Tänzer vor der Band filmt und spezielle Interviews mit jungen französischen Künstlern zeigt, die auf die Bühne springen und mit der Band spielen. Jacques Thollot, ein 13-jähriger französischer Schlagzeuger, nennt Max Roach und Art Blakey als Einflüsse und zeigt in so jungem Alter erstaunliches Feingefühl und Selbstvertrauen.

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