Jazz bei der Philharmonie, Live aus Paris 1960 (Teil IV)

Mit Cannonball Adderley, Nat Adderley, Stan Getz, Lalo Schifrin, Dizzy Gillespie…

Abonnenten

Besetzung

Cannonball Adderley  — Alt-Saxophon

Nat Adderley  — Trompete

J. J. Johnson  — Posaune

Stan Getz  — Tenorsaxophon

Jo Jones  — Schlagzeug

Lalo Schifrin  — Klavier

Dizzy Gillespie  — Trompete

Sam Jones  — Kontrabass

Programmhinweise

JATP – Jazz at the Philharmonic – sind die vier mythischen Buchstaben, die eine Konzertreihe repräsentieren, die der Welt half, sich in den Jazz zu verlieben. Norman Granz stand hinter dem Projekt, der Mann, der als der "erfolgreichste Impresario in der Geschichte des Jazz" bekannt ist. Er arbeitete mit Größen wie Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Count Basie, Dizzy Gillespie, Charlie Parker ... die Liste geht endlos weiter. Die JATP-Reihe wurde zwischen den 40er und 60er Jahren gedreht und hatte zum Ziel, die besten Jazzkünstler der Welt zu präsentieren. Von 1958 bis 1960 fand die Reihe in Paris statt. Hier, vor einem Publikum etablierter Jazzliebhaber (die Nachkriegsjahre erlebten eine Explosion des Genres in Frankreich), war die Pleyel-Arena Gastgeber einer Musik, die von der Innovation der vergangenen Jahrzehnte vibrierte und den lebhaften Zeitgeist einer zunehmend entwickelten, progressiven und komplexen Welt einfing. 

Mit Shows wie dieser hatte Norman Granz die neuartige Idee, etablierte und aufstrebende Stimmen des Jazz auf derselben Bühne zusammenzubringen. Das sorgte für einzigartige und aufregende Besetzungen: Dizzy Gillespie, der gebogene Trompetenaufsteiger, der den Bebop, schreiend und tretend, in diese Welt brachte; Stan Getz, der elegante junge Saxophonist, dessen Klang von brasilianischem Bossa Nova geprägt war; Lalo Schifrin, der argentinische Pianist, der später die Welt der Filmmusik dominieren sollte; die ausgelassenen und unglaublich talentierten Adderley-Brüder; zwei junge Schlagzeug-Pioniere, Louis Hayes und Jo Jones, und viele mehr. Kein Musiker auf der Bühne war an diesem Tag im Jahr 1960 älter als 45 Jahre, und sie standen alle nahe an der Spitze ihres Fachs. Es stimmt, dass Jazz schon immer voller junger Macher und Beweger war, aber vielleicht nie mehr als in dieser Zeit.

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