Programm

Duke Ellington/Billy Strayhorn, Such Sweet Thunder

Juan Tizol/Duke Ellington, Caravan

Duke Ellington/Billy Strayhorn, Newport Up

Roosevelt Sykes, MC Blue (Monte Carlo Blue)

Kat Anderson, El gato

Billy Strayhorn, Take The “A” Train

Duke Ellington & Orchester Live in Paris

Salle Pleyel 1958

Abonnenten

Besetzung

Duke Ellington  — Bandleader auf Deutsch heißt: Bandleader oder auch Bandleiter., Klavier

Billy Strayhorn  — Klavier

Jimmy Woode  — Kontrabass

Sam Woodyard  — Schlagzeug

Kat Anderson  — Trompete

Ray Nance  — Sänger (for a male singer) Sängerin (for a female singer), Trompete

John Sanders  — Posaune

Jimmy Hamilton  — Klarinette

Programmhinweise

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war Duke Ellington ein musikalischer Gott, ein charmanter Genie, der genau die richtige Menge an Emotionen aus all seinen Noten herausholen und das Komplexe und Anspruchsvolle in etwas Zugängliches und von fast allen Zuhörern Geliebtes verwandeln konnte. Er war auch einer der ersten afroamerikanischen Superstars des zwanzigsten Jahrhunderts und trat mit Anmut und Charme auf, ein Vorbild in einer Zeit, in der die Gesellschaft ihr Bestes tat, um die Errungenschaften schwarzer Musiker zu schmälern und zu kontrollieren.

Doch nach zwei Jahrzehnten an der Spitze erlebte Ellington Anfang der 50er Jahre eine Art Flaute in seiner Karriere. Swing war altmodisch geworden und die Keimlinge des Rock ’n’ Roll begannen, die Vorkriegsklänge zu überholen. Außerdem verlor er eine große Anzahl von Musikern an andere Gruppen, obwohl der unvergleichliche Clark Terry in dieser Zeit zu Ellington stieß. Es war sein Auftritt beim Newport Jazz Festival 1956, der den Hype um Ellington als Bandleader wiederbelebte – er spielte ein legendäres Set, führte sein Orchester weit über die Sperrstunde hinaus und sorgte für Schlagzeilen weit und breit.

Dieses Konzert, das 1958 in Paris gefilmt wurde, war Teil einer Europatournee, die auf Ellingtons legendärem Status sowie dem neuen Interesse an seiner Musik aufbaute. Der Duke war dem Pariser Publikum wohlbekannt und hatte immer eine besondere Liebesbeziehung zu der Stadt (Frankreich war einer der ersten Orte, die ihn unabhängig von seiner Hautfarbe als Berühmtheit behandelten). Er präsentierte einige seiner beliebtesten Kompositionen mit Energie und Anmut, wie „Caravan“ und „Take the A Train“, mit bemerkenswerten Soloperformances von Clark Terry.

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