1962 Antibes Jazz Festival (Teil II)
Mit Fats Domino und Jimmy Smith
Besetzung
Fats Domino — Klavier
Jimmy Smith — Organum
Dave Bartholomew — Trompete
Herbert Hardesty — Tenorsaxophon
Lee Allen — Saxophon
Roy Montrey — E-Gitarre
Earl Palmer — Schlagzeug
Programmhinweise
In Juan-les-Pins durfte der Jazz, dieser typisch amerikanische Export, frei seine Flügel ausbreiten. Vom Sidney Bechet gegründet, nachdem er sich in die Region verliebt hatte, war das Antibes Jazz Festival für eine Zeit lang eine zweite Heimat für viele afroamerikanische Ikonen des Jazz. Hier, in Clubs und Cafés, während die Meeresbrise wehte, entdeckten sie ein französisches Publikum, das bereit und empfänglich war für den freiesten und kühnsten Jazz, den sie hervorbringen konnten. Jean-Christophe Averty schenkte der Nachwelt einen Einblick in diese transzendente Atmosphäre durch seine Aufnahmen der Festivals. Diese Kompilationsreihe, die Anfang der 60er Jahre gedreht wurde, bewahrt ihre berauschende Kunst in einem der aufregendsten Momente des Jazz und hält sie in herrlichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen fest.
Der zweite Teil der Serie betrachtet das Ereignis von 1962, bei dem unter anderem Fats Domino und Jimmy Smith auftraten. Zuerst ist Domino an der Reihe, der Mann, der Jazz und Blues nahm, beschleunigte und in den 50er Jahren den Rock ’n’ Roll begründete. Bis 1962 war Domino ein echter Star, und all sein Charme, seine Ausstrahlung und Persönlichkeit sind hier zu sehen. Einmal von Elvis als „der wahre König des Rock ’n’ Roll“ bezeichnet, ist es immer eine Freude, ihn in Aktion zu sehen. Danach folgt Jimmy Smith, einer der ersten Musiker, der die Orgel aus den Gospelkirchen nahm und sie mit Rock und Soul verband, wodurch er den Ruf der Hammond B-Orgel als historisch bedeutendes Instrument festigte. Beide Pioniere, beide Legenden, beide hier 1962 in Hochform.