Das koreanische musikalische Geheimnis

Südkoreaner bei internationalen Wettbewerben

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Die Anzahl junger südkoreanischer Talente, die an internationalen Wettbewerben teilnehmen, hat sich im letzten Jahrzehnt erheblich erhöht. Diese Dokumentation versucht, diese Entwicklung zu erklären und dieses „musikalische koreanische Geheimnis“ zu verstehen.

In den letzten 15 Jahren ist Südkorea im Bereich der westlichen klassischen Musik zunehmend präsent. Der Queen Elisabeth Wettbewerb in Belgien ist ein gutes Beispiel. 1995 gab es in der ersten Runde keinen einzigen koreanischen Kandidaten. 2011 waren es 22, und zum ersten Mal gewann in diesem Jahr ein koreanischer Sänger den prestigeträchtigen Wettbewerb. Der gleiche Trend ist bei allen 55 großen internationalen Musikwettbewerben zu beobachten. Noch nie zuvor in der Geschichte der Musik wurde ein solches künstlerisches Phänomen festgestellt.

Was passiert in diesem Land? Warum die plötzliche Begeisterung für eine Musik, die so anders ist als die der fernöstlichen Kultur? Dieser Film will diese und viele andere Fragen beantworten, indem er ins Herz der koreanischen Gesellschaft vordringt.

Das Interesse an westlicher Musik entstand gleichzeitig mit der Gründung der Korea National University of Arts in Seoul (KARTS) im Jahr 1993. Die meisten Finalisten internationaler Wettbewerbe stammen von dort. Der plötzliche Wohlstand Koreas, die Arbeitsdisziplin der Koreaner, ihr Wettbewerbsgeist, ihr Wissensdurst, ihre enorme Konzentrationsfähigkeit, die aus ihrer Ernährung sowie ihren Entspannungs- und Meditationsmethoden resultiert, geben einige Antworten auf unsere Fragen.

Nachdem sie die Technik gemeistert und ihr Musikstudium in Korea abgeschlossen haben, gehen die meisten jungen Musiker nach Deutschland, um die europäische Seele zu erfassen. Einige deutsche Universitäten haben bis zu 40 % koreanische Studierende. Trotz der radikalen Entwurzelung und Veränderung ihres Lebensstils werden die Koreaner zu den Besten in ihrer Disziplin.

Der Film beginnt mit einer Sequenz, die in Seoul, Korea, gedreht wurde, und führt dann nach München, an die Hochschule für Musik und Theater München. Wir werden hinter die Kulissen des Queen Elisabeth Wettbewerbs blicken und die Ansichten aufgeklärter koreanischer Musiker einholen, die bereits fest im internationalen professionellen Musikleben etabliert sind, um unsere Untersuchung dieses rätselhaften künstlerischen Phänomens zu vervollständigen.

Bild: Die koreanische Sängerin Hong Haeran, Erster Preis des Queen Elisabeth Wettbewerbs in der Gesangskategorie.

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