Musiker in Iran
Weltmusik
Besetzung
Leonidas Antonopoulos — Interviewer
Programmhinweise
Eine Reise durch ein Land, das zum Mittelpunkt internationaler Aufmerksamkeit geworden ist: Iran, ein Ort, an dem Musik auch eine politische Angelegenheit ist.
Im ersten Teil besucht Leonidas Antonopoulos Teheran, eine große Stadt, in der die Realität Verstecken mit Verboten spielt und in der die Stimme der Jugend durch Rap, Rock und sogar Heavy Metal zum Ausdruck kommt, zusammen mit den großen Stimmen der klassischen iranischen Musik. Dort trifft er den Sänger Sahram Nazeri, einen Mann, der die klassische iranische Musik erneuert hat, sowie die reine Frauengruppe Rozaneh. Er trifft die erste Generation iranischer Rapper, die ihre Lieder heimlich aufnehmen, die erste Death-Metal-Band des Landes, Seven Deadly Sins, die gezwungen sind, Konzerte vor einem ausschließlich sitzenden Publikum zu geben und ihre Texte nicht öffentlich singen dürfen. Außerdem interviewt er die erste gemischte Popgruppe, die erfolgreiche Arian.
Im zweiten Teil verlässt Leonidas Antonopoulos Teheran mit dem Auto zusammen mit dem kurdischen Tambur-Virtuosen Ali Akban Moradi auf einer Reise hinter „den Vorhang“. In Täbris, im iranischen Aserbaidschan, wird er durch ein Treffen mit Asik Hasan in die jahrhundertealte Tradition der kaukasischen „Asiks“ eingeführt. Er besucht eine Sufi-„Teke“ (Lodge) für ein sensationelles musikalisches und religiöses Ritual, bei dem die Gemeinde an den Rand der Ekstase geführt wird, und zusammen mit Moradi nimmt er an Hochzeiten und Feierlichkeiten im iranischen Kurdistan teil, die denjenigen in Griechenland sehr ähnlich sind. Die uralten Klänge der Ahl-e Haqq-Bruderschaft, der Moradi angehört, bilden den Soundtrack einer Reise zu unbekannten Orten eines unbekannten Landes.