Martha Argerich: Abendgespräche
Begegnung mit einem genialen Pianisten
Besetzung
Martha Argerich — Klavier
Programmhinweise
Ein Porträt einer der rätselhaftesten musikalischen Persönlichkeiten der Gegenwart: die exquisite Martha Argerich.
Um Martha Argerich näherzukommen, muss man zunächst ihr Vertrauen gewinnen. Sie zeigt sich nie leicht, doch dieser Dokumentarfilm schafft, was vielen unmöglich erschien, und gewährt uns einen beispiellosen Einblick in das Leben und Schaffen dieser Künstlerin.
Evening Talk beginnt mit ihrer Schilderung des Schocks, den sie im Alter von 6 Jahren erlebte, als sie zum ersten Mal Beethovens Viertes Klavierkonzert hörte. Sie erzählt weiter von ihren Verbindungen zu Schumann, Prokofjew und Bach, erinnert sich an ihre musikalische Ausbildung in Wien im Alter von 13 Jahren als einzige Schülerin von Friedrich Gulda, an ihre Zeit bei Michelangeli (der ihr im Verlauf von eineinhalb Jahren vier Unterrichtsstunden gab) und an die Schwierigkeiten, im zarten Alter von 16 Jahren eine vollwertige internationale „Karriere“ zu beginnen.
Die Archivfotos sind ebenso fesselnd: Martha im Hause von Gulda, Gulda beim Tischtennisspielen, Martha mit 18 Jahren nach dem Gewinn des ersten Preises beim Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau, Martha bei der Aufführung von Ravels Klavierkonzert in G-Dur, Prokofjews Drittem Klavierkonzert und Bachs Partita Nr. 2. Dieser Dokumentarfilm hört nie auf zu faszinieren und reizt den Zuschauer mit dem Versuch, die rätselhafte Identität seiner Protagonistin einzufangen.