Liszt, Die Pilgerjahre
Eine Dokumentation über Franz Liszt in Italien
Besetzung
Alex Mariotti — Erzähler
David Haughton — Franz Liszt
Bridget Borgobello — Marie D'Agoult
Charles Rosen
Leslie Howard
Programmhinweise
Eine Dokumentation, die zum zweihundertsten Geburtstag von Franz Liszt fertiggestellt wurde: das außergewöhnliche, höchst ereignisreiche Leben des großen ungarischen Komponisten, mit der Teilnahme von Charles Rosen, Leslie Howard, Antonio Pappano und Evgeny Kissin.
„Bei Liszt denkt man nicht mehr an überwundene Schwierigkeiten; das Instrument verschwindet und die Musik offenbart sich.“ So versuchte Heinrich Heine, der Erfinder des Wortes „Lisztomanie“, die enorme Faszinationskraft des ungarischen Virtuosen Mitte des 19. Jahrhunderts zu erklären.
Bekannt dafür, ein Star in den Pariser Salons der Romantik zu sein, veränderte Liszt auch den allgemeinen Verlauf der Musikgeschichte erheblich. Seine Musik beeinflusste zweifellos so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Dvořák, Debussy, Scriabin, Schoenberg und Bartók. Stilistisch gesehen ist sein Werk eines der Meilensteine unseres musikalischen Erbes und hatte nachhaltigen Einfluss auf nachfolgende Generationen. Doch die Aura des Mannes überstieg sein Werk. Er war auch eine Persönlichkeit mit vielen Identitäten, ein wagemutiger Reisender, ein Mann, der sich leidenschaftlicher Lieben jenseits der Vernunft hingab, ein Gläubiger, der die Priesterweihe annahm, der Dante und Petrarca las, Beethoven und Wagner bewunderte...
Eine kurze Geschichte von Franz Liszt, dessen ganzes Leben in dieser einen Formel zusammengefasst werden könnte – dem Titel eines seiner Hauptwerke für Klavier solo: Pilgerjahre.