Der Klang von Bamberg
Jakub Hrůša und die Bamberger Symphoniker
Besetzung
Marcus Rudolf Axt — Geschäftsführer
Christoph Müller — Klarinette
Christoph Eß — Waldhorn
Herbert Blomstedt — Dirigent
Sol Gabetta — Cello
Jakub Hrůša — Dirigent
Programmhinweise
Entdecken Sie die reiche Geschichte des Bamberger Symphonieorchesters, das seit 2016 vom großartigen Jakub Hrůša geleitet wird, durch die Zeugnisse derjenigen, die zu seiner Lebendigkeit und seinem Einfluss beitragen. Gegründet kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von Joseph Keilberth – der von 1949 bis 1968 sein Chefdirigent war – ist das Bamberger Orchester das Ergebnis einer klugen Mischung aus deutscher Tradition und tschechischer Kultur. Es bestand ursprünglich aus ehemaligen Musikern des deutschen Orchesters von Prag, Flüchtlingen aus der Tschechoslowakei, und pflegt heute diese multikulturelle Tradition weiter, die teilweise für seinen einzigartigen Klang und seinen überwältigenden Erfolg verantwortlich ist.
In dieser Dokumentation teilen die aktuellen Musiker ihre Verbundenheit mit diesem einzigartigen Orchester, das als eines der besten deutschen Orchester unserer Zeit gilt, und sprechen über den berühmten und unverwechselbaren „Bamberger Klang“, der es so besonders macht. Ihr musikalischer Leiter, Jakub Hrůša, erklärt: „Meine Vorstellung davon, wie ein Musikorchester sein sollte, wird immer von mindestens zwei Prinzipien geleitet: Zum einen sollte die Musik im Orchester so nah wie möglich an den Tugenden des Musizierens in der Kammermusik-Situation ausgeführt werden, das bedeutet, dass sich jeder auf der Bühne als wichtiger Teil des gemeinsamen Geistes dessen fühlt, was getan wird, sodass niemand nur eine Komponente in einer Maschine ist, sozusagen, sondern jeder als Mensch wichtig ist. Ich glaube sehr daran, dass ein Orchester kein Mechanismus, sondern ein Organismus ist. Es ist wirklich wie ein menschlicher Körper, bei dem das, was die rechte Hand tut, immer mit der linken Hand verbunden ist. Viele musikalische Teams und Ensembles sehen sich als Teil einer Maschine, und ich denke, hier ist man sehr viel Teil einer Gruppe von Menschen […] Ich denke, das findet man nicht immer, und hier habe ich es gefunden, und das macht meine Beziehung zum Orchester umso bedeutungsvoller und schöner.“