Chopin in der Oper

Abonnenten

Besetzung

Christiane Libor  — Sopran

Katerina Hebelkova  — Mezzosopran

Roland Pöntinen  — Klavier

Peter Feuchtwanger  — Klavier

Jean-Jacques Eigeldinger

Jörg Splett

Michael Stegemann

Programmhinweise

Zur Feier seines 200. Geburtstags am 1. März 2010 zeigt dieser Film wenig bekannte Facetten von Frédéric Chopin: den leidenschaftlichen Opernfan, den Bewunderer der großen Sängerinnen seiner Zeit, den Verfechter der Ästhetik des Belcanto – der Kunst des schönen Singens, begleitet vom Klavier.

Für Chopin stellt die Oper die höchste Kunstform dar, obwohl er selbst nie daran dachte, für die Bühne zu schreiben. Seine Zeitgenossen Bellini, Donizetti und Rossini bedeuteten ihm mehr als Beethoven, Liszt oder Schumann. Ihr entscheidender Einfluss spiegelt sich in den Vokalpartien von Chopins Klavierkompositionen wider. Besonders der stilistische Einfluss zeigt sich durch den Fluss, die Triller und Kadenzen der Koloraturen. Es war der Architekt Adolf Loos, der sagte: „Ornament ist Verbrechen.“ Doch das Ornament ist auch ein Ort der Improvisation, Freiheit und Überschwang.

Im Schloss von Chopins geliebter George Sand in Nohant, Frankreich, treffen sich zwei Sänger, ein Pianist und eine Schauspielerin mit den sachkundigsten zeitgenössischen Experten zu Chopin und Belcanto. Eine ganze Woche lang im Spätherbst tauchen sie ein in Chopins Opernerfahrungen: seine Bewunderung für die große Belcanto-Sängerin Giuditta Pasta, seine Freundschaft mit Vincenzo Bellini und seine Beziehung zu Pauline Viardot, Tochter des Tenors Manuel Garcia und Schwester der Mezzosopranistin Maria Malibran, die als Pianistin und Komponistin an Chopins Mazurken für Gesang und Klavier mitarbeitete. Diese Mazurken werden ebenso wie seine reinen Klavierkompositionen in Nohant geprobt und diskutiert. Besonders durch die Stimme der Mezzosopranistin Katerina Hebelkova entfalten sie ihr musikalisches Potenzial.

Durch das Singen von Arien von Händel, Rossini und Bellini ergänzt die große Belcanto-Sängerin Vesselina Kasarova Chopins einflussreiche Inspirationsquellen. Ebenfalls von Chopin beeinflusst, strebte Kasarova nach dem Klavierstudium eine Gesangskarriere an. Virtuos stellt sie den Einfluss dar, den seine Klavierstücke auf ihr Gesangswesen hatten, und hebt damit hervor, dass dieser Aspekt für sie nicht weniger wichtig ist als Chopins Einfluss auf die Oper insgesamt.

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