Aï-Amour, Carlotta Ikeda und ihr Butoh

Das Universum eines Choreografen

Abonnenten

Besetzung

Carlotta Ikeda  — Choreograf

Ko Murobushi  — Tänzer

Hitomi Urata  — Tänzer

Yumi Fujitani  — Tänzer

Yukari Nio  — Tänzer

Sabine Seume  — Tänzer

Christine Choo  — Tänzer

Léone Cats Baril  — Tänzer

Programmhinweise

Eintauchen in die Welt von Carlotta Ikeda, japanische Choreografin des Butoh-Tanzes.

Butoh ist ein japanischer Tanz, der nach dem Zweiten Weltkrieg als Reaktion auf das Trauma von Hiroshima in einer sich vollständig wandelnden Gesellschaft entstanden ist. Butoh wird üblicherweise mit einem fast nackten Körper getanzt, der weiß bemalt und mit rasiertem Kopf ist. Dieser „Tanz der Dunkelheit“ wurde von Tatsumi Hijikata erfunden und ist bekannt für langsame und hoch kontrollierte Bewegungen, für seine Poesie und seinen Minimalismus sowie für groteske Bilder, Tabuthemen und extreme oder absurde Umgebungen.

Carlotta Ikeda ist eine japanische Butoh-Tänzerin und Choreografin. 1974 gründete sie die Ariadone Company, eine Butoh-Truppe ausschließlich für Frauen. 1993 schuf sie Aï-Amour, ein Stück für zwei Tänzer. Der Schweizer Filmemacher Kamal Musale basiert seinen Film Aï-Amour, Carlotta Ikeda and her Butoh darauf. Dieser 1994 produzierte Film besteht aus drei Teilen: einem Dokumentarfilm, Ausschnitten aus der Show The Language of the Sphinx und einer Fiktion. Gedreht in Italien, Schweden, der Schweiz und Frankreich, zeigt er die Arbeits- und Schaffenswelt der japanischen Choreografin Carlotta Ikeda sowie ihre Zusammenarbeit mit dem Tänzer Ko Murobushi und der Ariadone Company. Er führt den Zuschauer durch die chaotische Welt des Butoh-Tanzes. Für diesen Film gewann Kamal Musale 1995 den silbernen FIPA in Nizza.

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