Programm

Krzysztof Penderecki, Die schwarze Maske (The Black Mask)

Marin Alsop dirigiert Pendereckis Die schwarze Maske

Zum 90. Geburtstag von Krzysztof Penderecki mit dem NOSPR und einer All-Star-Gesangsmannschaft

Abonnenten

Besetzung

Georg Zlabinger  — Bühnenregisseur

Tadeusz Szlenkier  — Silvanus Schuller

Yeree Suh  — Benigna

Joanna Kędzior  — Arabella

Karolina Sikora  — Rosa Sacchi

Patrick Vogel  — Jedidja Potter

Nathanaël Tavernier  — François Tortebat

Ewa Tracz  — Daga

Programmhinweise

Am 90. Geburtstag des großen Krzysztof Penderecki leitet Marin Alsop das führende Ensemble seines Landes, das Polnische Nationale Rundfunksinfonieorchester, in einer halb-szenischen Konzertfassung seines Opernmeisterswerks von 1986 Die schwarze Maske (The Black Mask), basierend auf einem Theaterstück von Gerhart Hauptmann aus dem Jahr 1928. Die Handlung spielt im Schlesien des 17. Jahrhunderts nach dem Dreißigjährigen Krieg. The Black Mask folgt dem Edelmann Silvanus und seiner Frau Benigna in einer Geschichte voller verborgener Geheimnisse und Erpressung, Mord, religiöser Konflikte und Pest…

Bolkenheim, Schlesien, 1662. Der Dreißigjährige Krieg ist gerade zu Ende, doch die Stadt wird nun von der Pest heimgesucht. Bürgermeister Silvanus Schuller und seine Frau Benigna laden zu einem Abendessen mit Vertretern verschiedener Religionen ein, darunter der jüdische Kaufmann Löwer Perl, Pastor Plebanus Wendt, der katholische Priester Robert Dedo, der Hugenotte François Tortebat und der Jansenist Jedidja Potter. Die Diskussionen zwischen den dreizehn Gästen werden immer hitziger und spiegeln die Konflikte wider, die Europa während des Krieges zerrissen hatten. Im Verlauf der Oper öffnet sich Benigna über ihre Vergangenheit, aus der eine mysteriöse Gestalt mit einer schwarzen Maske unerwünscht wieder auftaucht und das Unheil für die Eingeladenen ankündigt…

Dieses selten aufgeführte Werk, intensiv und kompromisslos, ist eines der Highlights von Alsops erster Saison an der Spitze des NOSPR: eine angemessene Feier des Vermächtnisses von Penderecki, der 2020 verstarb und dessen Partitur komplex, anspielungsreich (mit Verweisen auf Bach und traditionelle jüdische Modi) und durchweg fesselnd ist. Für den Anlass wurde ein herausragendes Vokalensemble zusammengestellt, darunter der Tenor Tadeusz Szlenkier als Silvanus und die Sopranistin Yeree Suh als Benigna.

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