Programm

Antonín Dvořák, Stabat Mater, Op. 58, B. 71

1. Stabat Mater dolorosa

2. Qui est homo, qui non fleret

3. Eja Mater, fons amoris

4. Fac, ut ardeat cor meum

5. Tui nati vulnera

6. Fac me vere

7. Virgo virginum

8. Fac, ut portem Christi morten

9. Inflammatus et accensus

10. Finale: Quando corpus morietur

Libor Pešek dirigiert Dvořáks Stabat Mater.

Der Dvořák-Zyklus Band V des Prager Symphonieorchesters

Abonnenten

Besetzung

Eva Urbanova  — Sopran

Katerina Kachlikova  — Altistin

Stephan Margita  — Tenor

Peter Mikulas  — Bass

Prager Symphonischer Chor

Pavel Kuhn  — Chorleiter

Prager Symphonieorchester

Libor Pešek  — Dirigent

Programmhinweise

Libor Pešek dirigiert das Prager Symphonieorchester in Dvořáks Stabat Mater, einem Meisterwerk, das von der Trauer und dem Schmerz des tschechischen Komponisten geprägt ist.

Antonín Dvořák wurde in eine bescheidene Familie in Nelahozeves, einem Dorf in der Nähe von Prag, geboren und verließ die Schule im Alter von 11 Jahren, um die Berufe seines Vaters, Metzger und Gastwirt, zu erlernen. Zum Glück wurden Antoníns frühreife musikalische Talente schnell erkannt, und der junge Junge wurde geschickt, um bei seinen Onkeln in Zlonice zu studieren, dann ab 1857 nach Prag. Als Bratschist im Orchester der Prager Kappelle machte sich Dvořák mit den klassischen und zeitgenössischen Meisterwerken vertraut. Mit einem etablierten Ruf bei seinen Kollegen und dem internationalen Publikum war Dvořák zu Lebzeiten eine bedeutende Persönlichkeit auf der Musikszene. Eingeladen nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien und in die Vereinigten Staaten, kehrte Dvořák schließlich in seine Heimat zurück, um das Konservatorium in Prag zu leiten. Dvořák, der 1904 starb, hinterließ ein umfangreiches Werk, das seitdem weltweit auf den Bühnen aufgeführt wird.

In einer persönlich schwierigen Phase seines Lebens widmete sich Dvořák der Komposition des Stabat Mater, seines ersten geistlichen Werks. Zwischen September 1875 und September 1877 verlor Dvořák drei seiner Kinder: Josefa, Ruzena und Otokar. Vom Schmerz betroffen, konzentriert sich das Stabat Mater auf die vier Solisten. Das Orchester ist äußerst zurückhaltend. Einige rätselhafte Akzente der Bläser, lange von den Streichern geflüsterte Töne scheinen die Zeit in ihrem Fluss anzuhalten. Wie die geheimnisvollen einleitenden Oktaven scheint das Stabat Mater unergründliche Tiefen zu erforschen, vielleicht eine emotionale Leere aufgrund des Verlusts seiner Kinder.

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