Daniel Harding dirigiert Schumanns Szenen aus Goethes Faust.
Orchester von Paris
Besetzung
Hanna-Elisabeth Müller — Sopran
Mari Eriksmoen — Sopran
Bernarda Fink — Mezzosopran
Andrew Staples — Tenor
Christian Gerhaher — Bariton
Franz-Josef Selig — Bass
Tareq Nazmi — Bass
Kinderchor des Orchesters von Paris
Programmhinweise
Für sein erstes Konzert als Musikdirektor des Orchestre de Paris erkundet Daniel Harding Schumanns großes dramatisches Werk: Szenen aus Goethes Faust („Scenes from Goethe’s Faust“). Ein kraftvoll romantisches Fresko in der Philharmonie de Paris!
Seit dem 16. Jahrhundert haben nur wenige Figuren Künstler so sehr inspiriert wie Doktor Faust, eine wahre Verkörperung des romantischen Menschen. Europäische Dichter, Philosophen und Komponisten waren fasziniert von dem Werk, das oft als Goethes magnum opus präsentiert wird, darunter Spohr, Mendelssohn, Berlioz, Wagner, Liszt und Schumann. Anders als seine Zeitgenossen Berlioz und Gounod vertonte Schumann zunächst die Verklärung des Helden und nicht seine irdischen Abenteuer. Die Faszination des Komponisten für das Werk begann in der Jugend, und seine ursprüngliche Idee, eine Oper zu schaffen, wurde schließlich zugunsten eines Oratoriums aufgegeben, das er nach fast zehn Jahren langer Pausen und Reflexionsphasen 1853 vollendete. Als 1848 in Dresden eine Version der Finalszene aufgeführt wurde, sagte Schumann zu Martin Gustav Nottebohm: „Meine größte Freude war es, viele Menschen sagen zu hören, dass sie dank meiner Musik das Gedicht zum ersten Mal verstanden hätten“.
Foto: Daniel Harding © William Beaucardet
