Tatiana Nikolayeva spielt Schostakowitsch.
Besetzung
Tatiana Nikolajewa — Klavier
Programmhinweise
Im Jahr 1950 wurde Schostakowitsch als sowjetischer Delegierter nach Deutschland geschickt, das damals teilweise von der UdSSR besetzt war. Dort traf er die junge Pianistin Tatiana Nikolajewa, eine frischgebackene Absolventin des Konservatoriums, die gerade den Wettbewerb zum Gedenken an den zweihundertsten Todestag von J.S. Bach gewonnen hatte, dank ihrer Aufführung des vollständigen Wohltemperierten Klaviers. Inspiriert von ihrem bemerkenswerten Talent komponierte Schostakowitsch zu ihren Ehren die 24 Präludien und Fugen, wobei er den Geist des deutschen Komponisten einfließen ließ, den sie so tiefgehend beherrschte. Siebenundvierzig Jahre später widmet sich Nikolajewa in dieser Archivaufnahme zehn dieser Stücke – Werke, die nicht nur Bach ehren, sondern auch den unverkennbaren Stempel von Schostakowitschs eigenem Genie tragen und eine Musik schaffen, die zugleich eine Verschmelzung von Epochen und zeitlos beständig ist.
