Antonio Pappano dirigiert Rachmaninows Symphonie Nr. 2.
Staatskapelle Dresden
Besetzung
Staatskapelle Dresden — Orchester
Herr Antonio Pappano — Dirigent
Programmhinweise
Sergei Rachmaninows angesehener Ruf als Komponist erscheint heute als eine vorgezeichnete Tatsache, doch für den jungen Russen schien dies nicht immer so sicher zu sein. Die Uraufführung seiner ersten Sinfonie im Jahr 1897, die er im Alter von nur 22 Jahren schrieb, erhielt berüchtigterweise eine so kühle Aufnahme, dass Rachmaninow in eine tiefe Depression fiel, von der er sich erst nach mehreren Jahren vollständig erholen sollte. Das stets beliebte Zweite Klavierkonzert (1901) stellte einen Großteil seines Selbstvertrauens wieder her, doch erst 1906, während seines Aufenthalts in Dresden, begann er ernsthaft an einer weiteren Sinfonie zu arbeiten. Die Zweite Sinfonie in e-Moll, die 1908 erstmals aufgeführt und von Rachmaninow selbst dirigiert wurde, wurde mit großer Begeisterung aufgenommen und stärkte seinen Ruf sowohl als Komponist als auch als Dirigent.
Die üppigen Harmonien und bewegenden Melodien der Sinfonie nutzen die klanglichen Möglichkeiten des Orchesters voll aus und zeigen, wie beeindruckend und unbestreitbar Rachmaninow seit seinem ersten Versuch in dieser Form gereift war. In der Stadt, in der das Werk entstand, bringt die Staatskapelle Dresden Feuer in die beiden Allegros und üppigen Pathos in das Adagio, alles unter dem stets fähigen Taktstock von Sir Antonio Pappano. Zum Glück für die zeitgenössischen Zuhörer sind die einst beliebten gekürzten Fassungen dieses Werks weitgehend aus der Mode gekommen, und es wird hier in all der Pracht seiner vollständigen, originalen Version präsentiert.
