Programm

Johann David Heinichen, Alma Redemptoris Mater, S. 22

Alessandro Scarlatti, Sonata a quattro in F Major (after Concerto Grosso No. 3 in F major)

Antonio Vivaldi, Nisi Dominus, RV 608

1. Nisi Dominus

2. Vanum est vobis ante lucem surgere

3. Surgitis sederitis postquam

4. Cum dederit dilectis suis

5. Sicut sagittae in manu potentis

6. Beatus vir qui implevit

7. Gloria Patri et Filio

8. Sicut erat in principio

9. Amen

Jan Dismas Zelenka, Gesù al Calvario, ZWV 62

Aria: S'una sol lagrima

Nicola Fago, Tam non splendet sol creatus

Jan Dismas Zelenka, Sinfonia in A Minor

Allegro

Johann Adolph Hasse, Sanctus Petrus et Sancta Maria Magdalena

Aria: Mea tormenta, properate!

Nicola Fago, Il Faraone Sommerso

Aria: Alla gente a Dio diletta

Antonio Vivaldi, Nisi Dominus, RV 608

8. Sicut erat in principio

9. Amen

Antonio Vivaldi, Il Giustino, RV 717

I: "Vedrò con mio diletto" (Anastasio)

Jakub Józef Orliński singt Anima Sacra – mit Il pomo d’oro

Barocke geistliche Musik aus dem erfolgreichen Album

Abonnenten

Besetzung

Jakub Józef Orliński  — Countertenor

Il Pomo d'Oro

Francesco Corti  — Organum, Dirigent

Programmhinweise

Der warme, ausdrucksstarke Ton von Jakub Józef Orliński erweckt das intensive Drama und die Schönheit dieses einzigartigen Programms, das der barocken Sakralmusik gewidmet ist, zum Leben – eine Auswahl aus dem erfolgreichen Album, mit dem der polnische Superstar-Kontratenor 2018 im Alter von 28 Jahren debütierte: Anima Sacra.

Wie ein Restaurator von Kunstwerken, der sorgfältig die Farben und Texturen eines Werkes rekonstruiert, das jahrhundertelang im Dunkeln lag, fördert Orliński musikalische Schätze von wenig bekannten Komponisten wie Zelenka, Heinichen und Fago zutage und stellt jedes Werk mit funkelnder Lebendigkeit in seinem ursprünglichen Glanz wieder her. Das makellose Begleitensemble Il pomo d’oro zeigt, dass ihre exquisiten historischen Instrumente eine wichtige Rolle im modernen musikalischen Umfeld spielen und dass – wie bei Meisterwerken wie Michelangelos Pietà – die expressive Kraft der antiken sakralen Kunst weiterhin tiefgreifend bei Zuhörern sowohl religiösen als auch weltlichen Glaubens nachklingt.

Der Höhepunkt dieses Rezitals ist vielleicht Vivaldis Nisi Dominus, wahrscheinlich zwischen 1713 und 1717 geschrieben (vor über 300 Jahren, für alle, die mitzählen!), dessen bewegendster Satz, „Cum dederit“, über ätherischen, introspektiven Streichern schwebt und mit fast hypnotischer Qualität auf- und absteigt.
 

Ein genauerer Blick: vorgestellte Komponisten

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