
Das musikalische Leben in der ehemaligen UdSSR
Komponisten, Interpreten und Tänzer aus der Sowjetzeit
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Entdecken Sie hier eine Auswahl an Konzerten, Archiven und Dokumentationen, die Komponisten und Interpreten hervorheben, die unter dem sowjetischen System gelebt haben.
Im Herzen eines Systems, das den Künstlern Handlungsweisen und musikalische Themen vorschrieb, sind innerhalb der Kunstgemeinschaft Genies hervorgegangen. Einige, wie Schostakowitsch, verbrachten ihr ganzes Leben unter dem sowjetischen System und komponierten einige der schönsten Partituren des 20.ten Jahrhunderts. Schostakowitsch zum Beispiel, eine repräsentative Figur der russischen Musikproduktion, wurde nacheinander verurteilt, gelobt, denunziert und von der Partei geehrt – er wurde 1947 mit dem Titel „Volkskünstler der UdSSR“ ausgezeichnet. Hier können wir uns an seine Symphonie Nr. 5 erinnern, die als Propagandainstrument der sowjetischen Partei diente, im Gegensatz zu seiner Lady Macbeth von Mzensk, die von der Parteizeitung Pravda verurteilt und anschließend verboten wurde.
Einige dieser Namen brachen nicht mit den sowjetischen Regeln, sondern schufen ihre eigene Kunst innerhalb der politischen Zwänge. Andere hingegen flohen in westliche Länder, die für sie die wahre Bedeutung von Freiheit darstellten. Zum Beispiel Nathan Milstein oder Vladimir Horowitz, deren Recitals auf Medici zu sehen sind, oder der berühmte Tänzer Rudolf Nurejew, der in den 80er Jahren vom Pariser Opernballett „abgeworben“ wurde. Wieder andere, wie Ashkenazy, Horowitz, Strawinsky, Rachmaninow oder Glasunow, entwickelten eine große Karriere, indem sie sich für das Exil entschieden.
Kabalevsky, der die Oper Colas Breugnon komponierte, war eine bedeutende Figur der sowjetischen Musik. Dennoch wurde er zur gleichen Zeit wie Prokofjew und Chatschaturjan im stalinistischen System des „Formalismus“ beschuldigt. Und doch hinterließen uns diese Komponisten große Klassiker des Balletts: Aschenbrödel und Romeo und Julia von Prokofjew, Spartacus und der berühmte „Säbeltanz“ im Ballett Gayane von Chatschaturjan. Die Choreografin und „Tanzdiva“ Maya Plisetskaja prägte ebenfalls diese Ära, ebenso wie Glasunow mit seinem Ballett Die Jahreszeiten.