Picasso und Tanz
Die Ursprünge von Le Tricorne und Le Train Bleu
Besetzung
Pablo Picasso — Bühnenbildner, Kostümbildner(in), Szenografie
Elisabeth Maurin — Perlouse
Clotilde Vayer — Tänzer (Der Tennismeister)
Nicholas Le Riche — Tänzer
Nicolas Le Riche — Der hübsche Jüngling
Laurent Quéval — Der Golfer
Bronislava Nijinska — Choreograf
Kader Belarbi — Der Müller
Programmhinweise
Zwischen 1917 und 1962 wurde Picasso gebeten, die Dekoration für neun Ballette in Zusammenarbeit mit Jean Cocteau, Erik Satie, Igor Strawinsky, Claude Debussy, Léonide Massine, Vaslav Nijinsky und anderen großen zeitgenössischen Künstlern zu gestalten. In dieser Dokumentation entdecken Sie zwei dieser Ballette, Le Tricorne und Le Train Bleu, und erfahren mehr über die Geschichte dieser Zusammenarbeit.
Le Train Bleu wurde 1924 uraufgeführt und Le Tricorne 1919. Ursprünglich inszeniert von Sergei Diaghilev, präsentiert das Ballet de l'Opéra national de Paris diese beiden historischen Ballette hier 1994 in ihrer Originalform.
Le Train Bleu ist eine „getanzte Operette“, die einen kritischen Blick auf eine populäre Kultur wirft, die vom Luxus fasziniert ist. Der Drehbuchautor Jean Cocteau arbeitete daran, den Kult des Lebens im Freien und des Sports sowie deren Philosophie eines „gesunden Geistes in einem gesunden Körper“ zu parodieren. Die Tänze lassen sich von Golf, Tennis, Schwimmen und Gymnastik inspirieren. Le Tricorne schöpft seine Inspiration aus der hispanischen Kultur. Für Le Tricorne schuf Picasso Dekor, Kostüme und einen Bühnenvorhang, der eine Szene aus der spanischen Folklore heraufbeschwört. Mit Humor und Wohlwollen erzählt die Handlung die Abenteuer der Frau eines Müllers, ihres eifersüchtigen Mannes und des senilen Richters, der für ihren Fall zuständig ist.

