Bournonvilles La Sylphide und das Blumenfest in Genzano

Flemming Flindt, Lucette Aldous, Rudolf Nurejew, Merle Park

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Besetzung

Die Sylphe:

Lionel Radford  — Bühnenbildgestaltung

Herman Severin Løvenskiold  — Musik

Lucette Aldous  — Der Sylph, ein Waldgeist

Flemming Flindt  — James Ruben, ein schottischer Landwirt

Shirley Dixon  — Effie, James' Verlobte

John Chesworth  — Gurn, James' Freund

Gillian Martlew  — Madge die Hexe

Programmhinweise

Ein Überblick über die Bournonville-Methode anhand zweier legendärer Ballette des dänischen Choreografen: Die Sylphide in ihrer Choreografie von 1936 und der "Pas de deux"-Auszug aus Das Blumenfest in Genzano, komponiert 1858: zwei Perlen des Repertoires!

Kurz vor der Morgendämmerung schläft ein schottischer Bauer, James, friedlich. Er wartet auf seine Hochzeit mit der jungen Effie. Plötzlich wird er durch den liebevollen Kuss einer süßen geflügelten Gestalt, einer Sylphide, geweckt, die vor ihm erschienen ist. Könnte es ein Traum sein? James versucht, sie zu fangen, doch die Sylphide verschwindet, als Effie kommt, um die Hochzeit vorzubereiten. Unter dem Hochzeitszug erscheint eine Wahrsagerin und erzählt Effie von dem geheimen Traum ihres Verlobten, doch nur James kann die Sylphide sehen. Plötzlich erscheint die Sylphide erneut und stiehlt den Ring von James’ Verlobter. James beschließt, der Sylphide in den Wald zu folgen, um sie zu fangen...

Die Sylphide ist das ultimative romantische Ballett, für das die Originalchoreografie 1832 von Filippo Taglioni geschrieben wurde; und dessen Libretto der eigenen Tochter – der Virtuosen-Ballerina Marie Taglioni – die Hauptrolle gab. Die adaptierte Choreografie wurde 1836 von August Bournonville erstellt. Lucette Aldous und Flemming Flindt entwickeln das Ballett wie einen Traum voller Anmut und Leichtigkeit.

Bournonville choreografierte mehr als fünfzig Ballette, doch der "Pas de deux"-Auszug aus Das Blumenfest in Genzano ist eine seiner meisterhaftesten Choreografien zu einem Hintergrund eines Liebesduetts. Durch die Leichtigkeit der Schritte und wiederholte Sprünge entwickelt Bournonville ein komplexes Technikrepertoire. Das Ergebnis ist sublim und gilt heute als Referenz im Ballett. Hervorgehoben wird es durch den brillanten Rudolf Nurejew in der Rolle des Paolo und die charmante Merle Park als Rosa.

Diese faszinierenden Archivaufnahmen, gefilmt 1961 für die BBC (La Sylphide) und dann 1974 (Das Blumenfest in Genzano), heben bemerkenswert den "Bournonville-Stil" hervor. Tatsächlich zeigt die Kunst der Tänzer die größere Bedeutung, die männlichen Tänzern zukommt, zum Beispiel mit James’ Solo im zweiten Teil von La Sylphide, bei dem er seine Beine in der Luft zusammenschlägt, ein Vorgang, der in der klassischen Tanzkunst batterie genannt wird.

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