Programm

Dmitri Schostakowitsch/Alexei Ratmansky, Bolt

Overture

I: Gymnastics

I: Exit to work

I: Scene of Lyonka Gulla

I: The installation of the Machine Pantomimes

I: The Chief engineers', the technicians' and Workers Pantomime

I: Enter Kozelkov

I: The Mimic Dance of the Cleaners

II: Dance of the Ruffians

II: The lad's Dance

II: Kozelkov's Dance

II: The Bureaucrat

III: The exposure of provocation - The story of the land

III: Dance of the Drayman

III: Tango

III: Interlude

III: Exit from work

III: Scene of the Bolt

III: Dance of the Colonial Bondmaid

III: The Naval Disarmament

III: Dance of the Aesthete Women

III: The Appeaser

III: The Blacksmith

III: The red army dances

III: Final dance Apotheosis

Ratmanskys Bolt, Musik von Schostakowitsch

Corps de Ballet des Staatlichen Akademischen Bolschoi-Theaters Russlands

Abonnenten

Besetzung

Alexei Ratmansky  — Choreograf

Viktor Smirnov  — Libretto

Galina Solovyeva  — Kostümbildner

Gleb Filshtinsky  — Beleuchtung

Simon Pastukh  — Bühnenregisseur

Corps de Ballet des Staatlichen Akademischen Bolschoi-Theaters Russlands

Orchester des Staatlichen Akademischen Bolschoi-Theaters Russlands

Pavel Sorokin  — Dirigent

Programmhinweise

Bolt, Schostakowitschs verbotenes Ballett, das nach seiner Premiere 1931 nie wieder aufgeführt wurde, in einer neuen szenischen Version von Alexei Ratmansky!

Im Jahr 1931 beauftragte das Moskauer Kunsttheater den jungen Nationalhelden Dmitri Schostakowitsch, der erst fünfundzwanzig Jahre alt war, die Musik für ein Ballett zu komponieren, das gemäß den Regeln des Sozialistischen Realismus die Werte der UdSSR darstellen und verherrlichen sollte. Nach der ersten Aufführung des Balletts wurde Schostakowitschs Werk – komponiert zu einem Buch von Viktor Smirnow – jedoch als satirisch verdächtigt und sofort verboten. Im Jahr 2006 schuf Alexei Ratmansky eine neue Version für das Bolschoi-Ballett. Dieses Programm ist die erste Videoaufnahme des Balletts.

Schostakowitsch komponierte ein beißend humorvolles Ballett, das populäre Melodien, ernste Musik, Zirkusmusik, Walzer, Märsche und Tangos miteinander verbindet. Er stellte sich sein Ballett als eine freudige Persiflage auf das proletarische Drama vor. Seine Absicht war es, die ereignisreiche und mehrdeutige Beziehung zwischen proletarischer Erfahrung und deren Darstellung durch die sowjetische Avantgarde hervorzuheben.

Die Choreographie von Alexei Ratmansky entwickelt sich zu einem wahren Wunder, beginnt mit einem Ballett riesiger Roboter und endet in einer blutroten, delirierenden großen Parade.

© Bild: Damir Yusupov

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