Aria von Gil Roman

Béjart Ballett Lausanne

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Besetzung

Gil Roman  — Choreograf

Béjart Ballett Lausanne

Programmhinweise

Mit Aria setzt Gil Roman Maurice Béjarts Ambition fort: neue Stücke mit der Kompanie und anderen Choreografen zu schaffen.

Das 1987 von Maurice Béjart gegründete Béjart Ballet Lausanne ist der Nachfolger der renommierten Ballets du XXe siècle, die früher in Belgien ansässig waren. Im Jahr 2007, nach dem Tod von Maurice Béjart, zweifellos eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Tanzes im 20. Jahrhundert und Choreograf des Boléro, das heute von Kompanien weltweit aufgeführt wird, wurde Gil Roman, ein ehemaliger Tänzer und Béjarts Assistent, künstlerischer Leiter der Kompanie.

Seitdem verfolgt das Béjart Ballet Lausanne eine doppelte Ambition: natürlich, die Kunst und den Stil seines berühmten Gründers zu verbreiten. Aber auch neue Ballette zu schaffen, dank mehrerer jedes Jahr eingeladener Choreografen, damit das BBL nicht zu einer Museums-Kompanie wird. Im Jahr 2008 schuf das BBL Aria, ein Stück, das von Gil Roman selbst choreografiert wurde, seine erste Kreation seit dem Tod seines Meisters.

Inspiriert vom Mythos des Minotaurus ist Aria ein Ballett auf der Suche nach Einheit. Laut Gil Roman ist „der Mythos des Minotaurus vor allem der Kampf einer einzigartigen Person, verkörpert durch Theseus und den Minotaurus, die einander verfolgen, kämpfen und sich gegenseitig zerstören. Keiner von beiden überlebt diesen Kampf, aber sie werden wieder lebendig als eins. Wie dieser Mythos entspricht freier und dionysischer Tanz der instinktiven Kraft und Energie, und klassischer und apollinischer Tanz der Vernunft und Konstruktion. Zwei Disziplinen vermischen sich auf der Bühne und werden zu einer einzigen.“

Gil Roman trat 1979 in die Ballets du XXe siècle ein und wurde von Anfang an zu Maurice Béjarts treuem Nachfolger. Sein Stil zeigt seine eigene Persönlichkeit und zollt Béjart Tribut. Gil Roman erhielt 2005 den Danza & Danza Award als bester Tänzer für seine Darstellung von Jacques Brel im Ballett Brel & Barbara sowie 2006 den Nijinsky Award des Monaco Dance Forum.

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