
Wilhelm Kempff
25. November 1895 - Jüterbog (Deutschland) — 23. Mai 1991 - Positano (Italien)
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Über den Künstler
Wilhelm Kempff war ein deutscher Pianist und Komponist. Er studierte in Berlin und Potsdam. Er unternahm ausgedehnte Tourneen durch Kontinentaleuropa und weite Teile der übrigen Welt, gab sein erstes Konzert in London jedoch erst 1951 und spielte erst 1964 in New York. Sein letztes öffentliches Konzert gab er 1981 in Paris, und er starb im Alter von 95 Jahren in Positano, Italien.
Wilhelm Kempff gilt als einer der größten Pianisten des 20. Jahrhunderts und wird heute für seine Aufnahmen von Schumann, J. Brahms, Schubert, Mozart, J.S. Bach, F. Liszt, Chopin und insbesondere von L.v. Beethoven gefeiert. Er nahm über einen Zeitraum von etwa sechzig Jahren auf. Kempff gehörte zu den ersten, die die kompletten Sonaten von F. Schubert aufnahmen, lange bevor diese Werke populär wurden. Er nahm auch zwei berühmte Zyklen der kompletten Beethoven-Sonaten auf, einen in Mono und den anderen im frühen Stereo. Außerdem spielte er Kammermusik unter anderem mit Yehudi Menuhin und Pierre Fournier. Besonders bekannt sind die Aufnahmen der kompletten Beethoven-Sonaten für Violine und Klavier mit Y. Menuhin. 1957 begann Kempff, in seiner Villa in Positano jährlich einen Beethoven-Interpretationskurs zu geben. Sechs Jahre nach seinem Tod übernahm sein Freund und ehemaliger Schüler John O'Conor den Kurs.
Eine weniger bekannte Tätigkeit von Wilhelm Kempff war das Komponieren. Er komponierte für fast jedes Genre. Seine zweite Symphonie wurde 1929 im Leipziger Gewandhaus unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler uraufgeführt. Er bereitete auch eine Reihe von Bach-Transkriptionen vor, darunter das Siciliano aus der Flötensonate in E, das von der Pianistin Idil Biret aufgenommen wurde.