Foto von Viktor Tretiakov
Violine

Viktor Tretiakov

17. Oktober 1946

Über den Künstler

Sohn eines Musikers, der in der Militärkapelle der sibirischen Stadt Krasnojarsk spielte, zeigte er schon in sehr jungen Jahren ein außergewöhnliches musikalisches Talent. 1956 trat er in die Klasse von Juri Jankelevitsch an der Moskauer Zentralen Musikschule ein und später in das Moskauer Konservatorium.

1966 gewann er im Alter von 19 Jahren den ersten Preis beim Dritten Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb und wurde zu mehreren internationalen Konzerttourneen eingeladen – etwas, das nach den bahnbrechenden Auslandsbesuchen von Künstlern wie Richter, Gilels, Rostropowitsch und Oistrach außerhalb der Sowjetunion viel einfacher geworden war. Der Einfluss des Letztgenannten war in Tretiakows Interpretationen sowie in seiner Repertoirewahl zu erkennen. Sein einzigartiger Stil wird durch eine tadellose Technik und tiefes musikalisches Verständnis getragen, das durch eine ausdrucksstarke Phrasierung geschaffen wird. Tretiakow bevorzugt große romantische Violinkonzerte wie von Brahms, Mendelssohn, Tschaikowski, Sibelius sowie Musik von Prokofjew und Schostakowitsch.

1987 wurde er zum Volkskünstler der UdSSR ernannt und erhielt den russischen Preis zur Förderung von Leistungen in Kunst und Literatur „Triumph“. Er ist Preisträger des Schostakowitsch-Preises, verliehen von der Internationalen Wohltätigkeitsstiftung Yuri Bashmet, sowie des Glinka-Staatspreises der RSFSR (1981) (weitere Preisträger sind unter anderem das Borodin-Quartett und der Komponist Valery Gavrilin) und wurde kürzlich von Präsident Putin mit dem „Orden für Verdienste um das Vaterland“ ausgezeichnet.

Seit seinem Gewinn des Internationalen Tschaikowski-Wettbewerbs 1966 hat Tretiakow mit nahezu allen großen Orchestern der Welt konzertiert, darunter die Philharmonischen Orchester von Berlin, Wien, Moskau, St. Petersburg, London, Los Angeles und München, das London Symphony Orchestra, das Philharmonia Orchestra, das Royal Philharmonic, das Orchestre de Paris, die Staatskapelle Dresden, das Bamberger Symphonieorchester, NDR Hamburg, WDR Köln, das NHK Symphony Orchestra, das Kirov-Orchester, das Concertgebouw-Orchester Amsterdam, das Bayerische Rundfunk-Symphonieorchester, die Wiener Symphoniker sowie die Symphonieorchester von Chicago, Philadelphia, Cleveland, Atlanta, Detroit, San Francisco, Dallas, Pittsburgh, Toronto und viele andere. Er arbeitete mit Dirigenten wie Rostropowitsch, Ormandy, Temirkanov, Alekseev, Jochum, Krips, Gergiev, Fedosejew, Maazel, Kempe, Jansons, Järvi, Levine, Mehta, Penderecki, Previn und Kondrashin zusammen. Er spielt auf einer Violine von Nicolo Gagliano aus dem Jahr 1772.

Viele Jahre lang unterrichtete Tretiakow am Moskauer Staatlichen Konservatorium. 1996 nahm er eine Lehrtätigkeit in Köln, Deutschland, auf. Von 1986 bis 1994 war er Jurypräsident des Internationalen Tschaikowski-Wettbewerbs. Außerdem war er Jurymitglied bei Wettbewerben in Brüssel, Hannover, Sendai, Moskau, Helsinki und vielen anderen.

Als aktiver Kammermusiker trat Tretiakow gemeinsam mit Mstislaw Rostropowitsch, Swjatoslaw Richter, dem Borodin-Quartett, Oleg Kagan, David Geringas, Jewgeni Kissin, Wadim Repin, Maxim Vengerow, Denis Matsujew und Elisabeth Leonskaja auf. Regelmäßig spielt er in einem Klavierquartett zusammen mit Wassily Lobanov, Juri Baschmet und Natalia Gutman. Ihre Auftritte umfassen Konzerte in Moskau, Berlin, München, Istanbul, Paris, Athen, Lissabon und Kopenhagen.

Quelle: nertamanagement.com

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